Rohtenburg

    Aus Film-Lexikon.de

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    Für den Abschluss ihres Studiums der Kriminalpsychologie hat sich die junge Amerikanerin Katie Armstrong ein bizarres Thema ausgesucht: Sie will einen Blick hinter die marktschreierischen Schlagzeilen werfen und herausfinden, was Oliver Hartwin zu dem notorischsten Mörder in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland werden ließ.

    Im Internet hatte Hartwin nach einem Partner gesucht, der sich einverständlich von ihm töten und danach verspeisen lassen würde. Simon Grombek hatte sich bereit erklärt und gab sein Leben in einem bizarren Akt des Selbstopfers. Im Heimatdorf von Hartwin beginnt Katie ihre Spurensuche.

    Sie findet Indizien für ein isoliertes Leben in Einsamkeit unter der Knute einer dominanten Mutter, für verzweifelte Ausbruchsversuche aus der Umklammerung und Einöde, für immer weiter ausufernde Gewaltfantasien. Und schließlich wird ihr anonym ein Video zugespielt. Darauf hat Hartwin die letzten Stunden im Leben von Simon Grombek minuziös festgehalten ...



    Filmstab

    Regie Martin Weisz
    Drehbuch T. S. Faull
    Kamera Jonathan Sela
    Schnitt Sue Blainey
    Produktion Marco Weber, Vanessa Coifman

    Darsteller

    Katie Armstrong Keri Russell
    Oliver Hartwin Thomas Kretschmann
    Simon Grombek Thomas Huber
    Junger Oliver Rainer Meissner
    Viktoria Angelika Bartsch
    Rudy Alexander Martschewski
    Karl Nils Dommning
    Felix Marcus Lucas
    Junger Simon Pascal Andres

    Kritiken

    Dirk Jasper: Inspiriert von wahren Ereignissen drehte Videoclip-Spezialist Martin Weisz in seinem Spielfilmdebüt einen an Intensität kaum zu überbietenden Real-Horrorfilm, der im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht. Thomas Kretschmann brilliert nach seinen Erfolgen in Der Pianist und King Kong in einer darstellerischen Tour de Force als von seinen unnatürlichen Gelüsten gepeinigter Mörder – in einem Film, der einen nicht wieder loslassen wird.

    film-dienst 05/2006: Sensationsheischende Verfilmung der authentischen Geschichte des "Kannibalen von Rotenburg", der 2004 verurteilt wurde, weil er einen Mann tötete und dessen Geschlechtsteile verspeiste. Eine krude Mischung als Kolportage und Psychohorror, die sich mit halbgaren filmischen Mitteln und dilettantischer Umsetzung an niedere Instinkte richtet.


    Wertungen

    1 Sterne
    5 Bewertungen
    Original -
    Jahr/Land 2006 / Deutschland
    Genre Drama
    Laufzeit 88 Minuten
    Kinostart 09. März 2006