Robert Redford

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    US-amerikanischer Schauspieler, Filmregisseur und -produzent; * 18. August 1937 in Santa Monica, Kalifornien

    eigentlich: Charles Robert Redford Jr.;

    Nach einem Studium der Malerei in Paris absolvierte Redford eine Schauspielausbildung an der American Academy of Dramatic Arts. Neben einigen Rollen am Broadway debütierte er auf der Leinwand mit "Hinter feindlichen Linien" ("War Hunt", 1962). Während seine Theaterkarriere äußerst erfolgreich war, entwickelte sich seine Leinwandkarriere jedoch nur schleppend. Fünf Filme in Folge entpuppten sich als Flops, vor allem die Verrisse zur Leinwandadaption von Tennessee Williams' "Dieses Mädchen ist für alle" ("This Property Is Condemned", 1965) verletzten ihn auch persönlich. Redford flüchtete mit seiner Familie nach Kreta und Spanien in ein "einfacheres Leben", wie er es selbst nannte.

    Als er 1967 in die USA zurückkehrte, bescherte ihm eine Theaterrolle den Durchbruch im Kino: In der Filmversion des Broadway-Hits "Barfuß im Park" ("Barefoot in the Park") wurde Redford, diesmal mit Jane Fonda, international bekannt. Diese Hauptrolle legte den Grundstein für seinen kometenhaften Aufstieg. Als Revolverheld Harry "Sundance Kid" Longabaugh katapultierte sich der gutaussehende Nobody zwei Jahre später auf Anhieb in die erste Riege Hollywoods. 1973 untermauerte er in der Komödie "Der Clou" ("The Sting", zusammen mit Paul Newman) seinen Erfolg. Für seine Darstellung des Ganoven Johnny Hooker wurde er mit dem Oscar nominiert.

    Bereits 1968 hatte Robert Redford seine eigene Produktionsfirma Wildwood Enterprises gegründet. Unter der Flagge von Wildwood produzierte er bereits "Schußfahrt" ("Downhill Racer", 1969) selbst, in dem er auch selbst spielte, sowie "Bill McKay - Der Kandidat" ("The Candidate", 1972), der Redfords politisches Interesse deutlich machte. 1976 entwickelte und produzierte er "Die Unbestechlichen" ("All the President's Men"), eine filmische Aufbereitung des Watergate-Skandals, in dem Redford an der Seite von Dustin Hoffman die Hauptrolle spielt.

    Für seine erste Regiearbeit "Eine ganz normale Familie" ("Ordinary People", 1980) wurde Redford mit einem Oscar ausgezeichnet. "Quiz Show" (1994), den er produzierte und bei dem er Regie führte, wurde als bester Film und für beste Regie für den Oscar nominiert.

    1980 gründete Robert Redford in Park City, Utah, das Sundance Film Institute als Workshop und Ausbildungsstätte für junge Filmemacher - eine Organisation, die sich der Unterstützung und der Entwicklung von Nachwuchsautoren und Regisseuren des nationalen und internationalen unabhängigen Kinos verschrieben hat. Längst ist das daraus entsprungene Sundance Filmfestival zum wichtigsten Treffpunkt und Markt für die Independent-Szene in den USA avanciert.

    1998 erschien Redford neben Kirstin Scott Thomas als Hauptdarsteller und Regisseur des Big-Budget-Abenteuerfilms "Der Pferdeflüsterer" ("The Horse Whisperer") nach dem gleichnamigen Roman des englischen Newcomers Nicholas Evans auf der Leinwand. Im Filmdrama "Von Löwen und Lämmern" ("Lions for Lambs", 2007) übernahm er erneut Hauptrolle und Regie und zeichnete ein düsteres Bild der politischen Verhältnisse in den USA.

    Robert Redford erhielt 2002 den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.


    Filmografie - Darsteller


    Filmografie - Regisseur


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 1980 Beste Regie Eine ganz normale Familie
    nom 1973 Bester Hauptdarsteller Der Clou
    nom 1994 Beste Regie Quiz Show