Richard Attenborough

    Aus Film-Lexikon.de

    britischer Schauspieler, Regisseur und Produzent; * 29. August 1923 in Cambridge

    Nach einer Ausbildung an der Londoner Royal Academy of Dramatic Art (RADA) debütierte Attenborough 1942 sowohl auf der Bühne als auch im Film. Während des Zweiten Weltkriegs kämpfte er bei der Royal Air Force auf Seiten der Alliierten.

    1959 gründete er mit seinem Kollegen Bryan Forbes die "Beaver Films" Produktionsgesellschaft und führte zehn Jahre später zum ersten Mal selbst Regie. Als Produzent und Regisseur des Filmepos "Ghandi" (1982), das die Lebensgeschichte des indischen Unabhängigkeitskämpfers Mahatma Gandhi erzählt, feierte er einen weltweiten Erfolg - der Film erhielt mehrere Auszeichnungen der britischen Filmakademie sowie acht Oscars, u. a. für Bester Film und Beste Regie. Es folgten Filme wie "A Chorus Line" (1985), basierend auf dem gleichnamigen Musical, der Apartheids-Film "Schrei nach Freiheit" ("Cry Freedom", 1987), die Filmbiografie von Charly Chaplin "Chaplin" (1992) und das Filmdrama "Closing the Ring" (2007).

    Immer wieder war er auch als Schauspieler zu sehen, z.B. in den beiden Dinosaurier-Schockern Steven Spielbergs, "Jurassic Park" (1993) und der Fortsetzung "Vergessene Welt: Jurassic Park " ("The Lost World", 1997).

    Attenborough betätigte sich stets auch politisch und sozial und setzte sich immer wieder für die Rechte von Minderheiten ein. Er hat mehrere Gastprofessuren an englischen Universitäten (darunter Oxford) inne und trägt den Ehrentitel eines UNICEF-Botschafters. Für seine Verdienste wurde Attenborough von Königin Elisabeth II. 1976 zum Sir, 1979 anlässlich seines 70. Geburtstages zum Lord ernannt. 2000 wurde er auf dem Internationalen Filmfestival von Chicago für sein Lebenswerk geehrt.


    Filmografie - Darsteller


    Filmografie - Regisseur


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 1982 Beste Regie Gandhi