Rembrandt

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    Rembrandt van Rijn kannte Ruhm und Gram, Reichtum und Ruin. Sein Werk stimmt zu Beginn seines Schaffens mit dem Geschmack seiner Zeit überein: Ohne danach getrachtet zu haben, ist Rembrandt von seiner Ankunft in Amsterdam an berühmt. Er ist ein erfüllter, glücklicher Mann, der die schöne Saskia ehelicht. Zehn Jahre später, während der Maler in Ungnade zu fallen beginnt, stirbt sie. Rembrandt van Rijn ist ein Künstler, der Kompromisse weit von sich weist: Fordert der Geschmack des Tages eine leichte und farbige Malerei, verbeißt er sich in seine Schatten und dicken Farbaufträge. In seinem Privatleben zeigt er sich von Anstandsregeln unberührt, sucht sich seine Frauen unter seinen Dienstbotinnen und seinen Umgang außerhalb der "guten Gesellschaft". Dann stellen ihn die Notablen von Amsterdam bloß, verraten und strafen ihn hart. Der ehemals hofierte Star der holländischen Kunstszene stirbt 1669 von der Gesellschaft geächtet in großer Armut.



    Filmstab

    Regie Charles Matton
    Drehbuch Charles und Sylvie Matton
    Kamera Pierre Dupouey
    Schnitt Francois Gedigier
    Musik Nicolas Matton
    Produktion Humbert Balsan/Ognon Pictures

    Darsteller

    Hendrickje Romane Bohringer
    Rembrandt Klaus Maria Brandauer
    Sakia Johanna ter Steege
    Jan Six Jean-Philippe Ecoffey
    Maria Tesselschade Caroline Sihol
    Geertje Carloine van Houten
    Nicholaes Tulp Jean Rochefort
    Janeke Barbara Schultz
    Der Priester Richard Bohringer

    Kritiken

    film-dienst 2001-09: In Rückblenden erzählt, überzeugt der Film durch längere Seitenblicke auf das Schicksal von drei Frauen an der Seite des Künstlers. Abgesehen von einigen Hölzern inszenierten Szenen, geben der Hauptdarsteller und seine Partnerinnen der Geschichte dramaturgisch Balance.

    Rolf von der Reith (TV Today) 2001-10: Klaus Maria Brandauer gibt in der Titelrolle eine große Gala als Charakterdarsteller vom Dienst. Das grauenhafte Drehbuch lässt ihn und die anderen Darsteller aber nur von einem Klischee zum nächsten stolpern.

    kultur Spiegel 2001-05: Die Biografie mit Klaus Maria Brandauer wirkt so tot wie ein Ölschinken an der Wand. Regisseur Charles Matton wird seine Vorliebe für Stillleben zum Verhängnis.


    Wertungen

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    0 Bewertungen
    Jahr/Land 1999 / Frankreich, Deutschland, Holland
    Genre Drama
    Film-Verleih Pegasos Filmverleih und Produktion GmbH
    Laufzeit 103 Minuten
    Kinostart 03. Mai 2001