Ray

    Aus Film-Lexikon.de

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    Der Film erweckt die wichtigsten Schlüsselmomente von Ray Charles' Biographie noch einmal zum Leben.

    Wir sehen wie der junge, farbige und blinde Ray seinen ganzen Mut zusammen nimmt und als Teenager - völlig auf sich allein gestellt - in Florida einen Bus besteigt, der ihn quer durch die USA nach Seattle bringt, wo es ihm bald - dank seines überragenden Talents - gelingt, in der damals angesagtesten Jazz-Szene Amerikas Fuß zu fassen.

    Wir erleben ihn, wie er sich abmüht seinen eigenen Musik-Stil zu finden, soziale Widerstände überwindet und schließlich bei Atlantic Records einen Schallplattenvertrag bekommt. Wir begleiten ihn bei seinem triumphalen Aufstieg zum gefeierten Weltstar. Doch es war nicht nur eine Zeit des Erfolgs und Ruhmes - auch zahllose Liebesaffären und Drogen spielten damals eine große Rolle.

    Der Film feiert aber nicht nur die sensationelle Karriere eines der größten und einflussreichsten Musiker seiner Generation, sondern wirft auch ein Licht auf Rays unglückliche Kindheit. In seinem fünften Lebensjahr passierten gleich zwei Tragödien: Sein Bruder stirbt - und er wird blind.

    Traumatische Ereignisse, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben, seine Persönlichkeit prägten, seine Emotionen beeinflussten - und seine Musik unsterblich machten.




    Filmstab

    Regie Taylor Hackford
    Drehbuch James L. White
    Kamera Pawel Edelman
    Schnitt Paul Hirsch
    Musik Craig Armstrong
    Produktion Taylor Hackford, Stuart Benjamin, Howard Baldwin

    Darsteller

    Ray Charles Jamie Foxx
    Della Bea Robinson Kerry Washington
    Jeff Brown Clifton Powell
    Joe Adams Harry Lennix
    Gossie McKee Terrence Dashon Howard
    Quincy Jones Larenz Tate
    Jerry Wexler Richard Schiff
    Fathead Newman Bokeem Woodbine
    Mary Ann Fisher Aunjanue Ellis
    Aretha Robinson Sharon Warren
    Margie Hendricks Regina King
    Ahmet Ertegun Curtis Armstrong

    Kritiken

    Dirk Jasper: Der Film ist das einfühlsame Portrait eines Mannes, der sich - arm, blind und hineingeboren in einen durch Rassendiskriminierung geprägten us-amerikanischen Süden - aufmachte, soziale und künstlerische Barrieren nieder zu brechen und dadurch auch Amerikas Musik für immer veränderte. Und es ist auch die ur-amerikanische Geschichte vom Kampf eines Mannes mit seinem eigenen Schicksal. ist das erste musikalische Biopic-Epos, das die faszinierende Geschichte der us-amerikanischen Soul-Legende Ray Charles erzählt. Ganze 15 Jahre hat es gedauert, bis der Oscar-prämierte Regisseur Taylor Hackford ("Ein Offizier und Gentleman") diesen Film endlich auf die Leinwand bringen konnte. In der Titelrolle sehen wir den großartigen Charakterdarsteller Jamie Foxx ("Collateral") in einer unvergesslichen Performance.

    Boris Fust (Rhein-Zeitung 7. Januar 2005): Der Film zeichnet die wichtigsten Etappen der Ausnahme-Karriere nach. Ray bemüht sich um eine dokumentarische Distanz und schildert den Künstler nicht als einen makellosen Helden, sondern zeigt ihn als Ehebrecher, zwischenzeitliches Drogenwrack und schlitzohrigen Geschäftsmann. Die historischen Begebenheiten hat man freilich dramaturgisch überzeichnet: So erscheint es unplausibel, Ray Charles habe die entscheidende Hook-Line von "Hit the Road Jack" während einer Eifersuchtsattacke seiner Background-Sängerin Margie Hendricks (Regina King) erdacht. Und dass er deshalb erblindete, weil er als Kind den Tod seines Bruders mit ansehen mußste, ist eine Legende.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    Oscar.jpg 2004 Bester Hauptdarsteller Jamie Foxx
    Oscar.jpg 2004 Bester Ton Scott Millan, Greg Orloff, Bob Beemer, Steve Cantamessa
    nom 2004 Bester Film Taylor Hackford, Stuart Benjamin, Howard Baldwin
    nom 2004 Beste Regie Taylor Hackford
    nom 2004 Bester Schnitt Paul Hirsch
    nom 2004 Bestes Kostümdesign Sharen Davis


    Wertungen

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    Jahr/Land 2004 / USA
    Genre Drama
    Film-Verleih Universal Pictures International Germany GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 127 Minuten
    Kinostart 06. Januar 2005