Paul Verhoeven

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    niederländischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent; * 18. Juli 1938 Amsterdam

    Verhoeven studierte an der Universität Leiden und promovierte 1964 in Mathematik und Physik. Seine Karriere beim Film begann 1968 mit der Serie "Floris von Rosamund". 1970 fing er dann an, mit dem Kamermann Jan de Bont zusammenzuarbeiten, unter anderem entstand während dieser Zusammenarbeit "Was sehe ich! Mein Vögelchen ...?!". Ende der 1970er arbeitete der Niederländer auch des Öfteren mit dem deutschen Kameramann Jost Vacano zusammen. In dieser Konstellation entstanden zum Beispiel "RoboCop - Das Gesetz in der Zukunft" und "Die totale Erinnerung - Total Recall".

    Der Regisseur und seine Filme standen und stehen oftmals in der öffentlichen Kritik. Kritiker sehen die Sexualität, wie er sie darstellt, oft in der Nähe des Obszönen angesiedelt. Auch gesellschaftliche Gruppen, u. a. Frauenverbände, kritisierten seine Filme, wie beispielsweise bei "Basic Instinct" geschehen. Diese gespaltene Rezeption spiegelt sich auch in seinen Preisen wider. Hatte Verhoeven 1995 die "Goldene Himbeere" für seine Regie von "Show Girls" erhalten, so erhielt er unter anderem 1999 eine Auszeichnung für den besten niederländischen Film des Jahrhunderts auf dem Nederlands Film Festival – für "Türkische Früchte" –; 2006 erhielt er den Hauptpreis desselben Festivals für "Black Book".


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