Ob ihr wollt oder nicht

    Aus Film-Lexikon.de

    12808 poster.jpg

    Laura, Ende 20 und die jüngste von vier Schwestern, hat Krebs. Als sie plötzlich die Chemo abbricht und unangekündigt in ihr Elternhaus zurückkehrt, passt ihrer Mutter das gar nicht in den Kram. Und ihren drei höchst unterschiedlichen Schwestern erst recht nicht. Doch nach anfänglichen Widerständen eilen sie aus allen Teilen der Republik herbei. Ihr Ziel: Laura zur Wiederaufnahme der Behandlung zu bewegen - und dann schnell wieder weg, haben sie sich doch eigentlich überhaupt nichts zu sagen. Doch Lauras Ziel ist ein ganz anderes: ihre schräge und zerrüttete Familie wieder zusammenzubringen ...



    Filmstab

    Regie Ben Verbong
    Drehbuch Traci McWain, Katja Kittendorf
    Kamera Theo Bierkens
    Schnitt Menno Boerema
    Musik Konstantin Wecker
    Produktion Eric Benz, Anita Elsani, Bastian Griese

    Darsteller

    Laura Katharina Schubert
    Dorothea Senta Berger
    Susa Christiane Paul
    Coco Anna Böger
    Paul Mark Waschke
    Henning Jan Decleir
    Peter Jan Gregor Kremp
    Antonia Julia-Maria Köhler

    Kritiken

    cinefacts.de: Ben Verbong, sonst eher Kinderfilmer, inszeniert hier ein Drama vom Sterben und vom Leiden und von einer ganz normalen Familie, die den Umgang mit dem Ende erst lernen muss. Seine Darsteller tragen den Film - jeder hat eine eigene kleine Geschichte, die sich weiterentwickelt, ohne immer zu einer banalen Lösung zu gelangen. Der Film ist keine melodramatische Tragödie - er geht leicht mit seinem Thema vom Tod um, ohne es leicht zu nehmen.

    kino.de: Etwas vorhersehbar bröckeln die Image-Fassaden, streiten und versöhnen sich die Schwestern, sogar die sehr beherrschte und alles organisierende Mutter (Senta Berger) verliert beim gemeinsamen Abwerfen von Psycho-Ballast die Fassung. Katharsis überall. Manchmal balanciert das Geschehen haarscharf an der Sentimentalitäts-Kante vorbei ...

    filmreporter.de: "Ob ihr wollt oder nicht" ist ein Film voller Gegensätze. Der Handlung liegt eine zutiefst tragische Geschichte zugrunde, der nahe Tod eines geliebten Familienmitglieds. Ben Verbong inszeniert diese Geschichte jedoch keineswegs schwerfällig. Im Gegenteil, der Film zeichnet sich durch seinen Humor, Leichtigkeit und feine Ironie aus.


    Wertungen

    3 Sterne
    1 Bewertungen
    Original -
    Jahr/Land 2008 / Deutschland / Niederlande
    Genre Tragikomödie
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 110 Minuten
    Kinostart 30. April 2009