Nur eine Stunde Ruhe!

    Aus Film-Lexikon.de

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    Die Story: Auf einem Flohmarkt entdeckt der leidenschaftliche Jazz-Fan Michel (Christian Clavier) eines sonnigen Morgens eine seltene Schallplatte. Nichts wünscht er sich sehnlicher, als das neu erworbene Werk in Ruhe zu Hause und allein anhören und genießen zu dürfen.

    Doch es scheint, als habe sich die Welt gegen ihn verschworen: Seine Ehefrau macht ihm ein furchtbares Geständnis, sein unberechenbarer Sohn taucht aus dem Nichts wieder auf, Michels besorgte Mutter ruft ununterbrochen an und zu allem Überfluss findet ausgerechnet an diesem Tag eine große Party in der Nachbarschaft statt.

    Um in diesem Chaos endlich einfach nur eine Stunde seine geliebte Schalplatte hören zu können, ist Michel jedes Mittel recht. Dennoch muss der gerissene Lügner all seine Energie einsetzen, damit aus dem sonnigen Morgen kein böser Albtraum wird …




    Filmstab

    Regie Patrice Leconte
    Drehbuch Florian Zeller
    Vorlage Florian Zeller
    Kamera Jean-Marie Dreujou
    Schnitt Joëlle Hache
    Musik Eric Neveux
    Produktion Olivier Delbosc, Marc Missonnier

    Darsteller

    Michel Leproux Christian Clavier
    Nathalie Leproux Carole Bouquet
    Elsa Valérie Bonneton
    Maria Rossy De Palma
    Pavel Stéphane De Groodt
    Pierre Christian Charmetant

    Kritiken

    www.programmkino.de Michael Meyns: Gespielt und inszeniert ist das mit der nötigen Rasanz: Die Türen schlagen, die Fetzen fliegen, bisweilen kommt der Film für kurze Momente zur Ruhe, bevor die nächste Katastrophe über Michel und die Seinen hineinbricht. Künstlerisch ist das zwar weit von früheren Filmen Lecontes wie „Ridicule“ oder „Intime Fremde“ entfernt, aber als Boulevardkomödie funktioniert „Nur eine Stunde Ruhe“ durchaus.

    www.filmrezension.de Hilde Ottschofski: Die in sechs Wochen abgedrehte Komödie "Nur eine Stunde Ruhe!" basiert auf einem Bühnenstück von Florian Zeller. Der Schauspieler Fabrice Luchini trat darin erfolgreich auf – und da rührt auch schon ein erster Kritikpunkt am Film her. Die Handlung ist im wahrsten Sinne "bühnenreif" und die dramatischen, manchmal slapstickhaften Szenen sind auf den Brettern, die die Welt bedeuten, wahrscheinlich besser aufgehoben. Denn die hektische subjektive Kamera, die die lawinenhaften Anhäufungen von Katstrophen in Michels Leben aufnimmt, das Auf and Ab, das Hin und Her, verliert im Film seine Wirkung und führt eher zu Schwindel als zu Amüsement.

    www.filmstarts.de Andreas Günther: „Nur eine Stunde Ruhe!“ wirkt an der Oberfläche seicht, entpuppt sich darunter aber als vergnügliche Dekonstruktion seiner von Christian Clavier beeindruckend verkörperten Hauptfigur.