Nobody Knows

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    Vier Kinder leben mit ihrer Mutter in einem kleinen Appartement. Keines von ihnen hat den selben Vater. Sie sind noch nie zur Schule gegangen. Vor die Tür gehen dürfen sie nicht.

    Eines Tages ist die Mutter fort; sie hinterlässt etwas Geld und eine Notiz, in der sie den 12-jährigen Akira beauftragt, auf seine jüngeren Geschwister aufzupassen.

    Voller Angst, Mitgefühl und Hoffnung beginnt der Überlebenskampf der Kinder ...



    Filmstab

    Regie Hirokazu Kore-eda
    Drehbuch Hirokazu Kore-eda
    Kamera Yutaka Yamasaki
    Schnitt Hirokazu Kore-eda
    Musik Titi Matsumura, Gonzalez Mikami
    Produktion Hirokazu Kore-eda für TV Man Union / Bandai Visual Co. / Engine Film / C-Style / Cine Qua Non Film

    Darsteller

    Baseball-Trainer Susumu Terajima
    Akira Yûya Yagira
    Kyoko Ayu Kitaura
    Shigeru Hiei Kimura
    Yuki Momoko Shimizu
    Saki Hanae Kan
    Keiko, die Mutter You
    Mini-Markt-Besitzer Takako Take

    Kritiken

    Rheinischer Merkur: In Nobody Knows zeigt der Japaner Kore-eda Hirokazu einmal mehr, welchen Reichtum und welche Tiefe ein meditatives Kino zu entfalten vermag. Statt sich mit [...] jenen Fragen zu beschäftigen, die Sensationsreporter umtreiben, schlägt sich der Film ganz auf die Seite der Kinder. Der Zuschauer fühlt sich als Mitbewohner der kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung, [...] Die kontemplative Inszenierung kommt dabei mit einem Minimum an äußeren Handlungsanreizen aus, um ein Maximum an Einsichten und Mit-Gefühlen zu erzeugen.

    film-dienst 07/2005: Mit großer Sensibilität, Geduld und dokumentarischer Genauigkeit schildert der Film auf Augenhöhe der Kinder deren bedrückenden Alltag und die langsame Verschlechterung ihrer Lebensverhältnisse. Auf realen Ereignissen beruhend, enthält sich das leise Drama jeglicher Anklage und Schuldzuweisung, setzt den Kindern und ihren leidvollen Erfahrungen aber gerade dadurch ein würdiges Denk- und Mahnmal.

    Frankfurter Rundschau: Über vier Jahreszeiten [...] folgt der behutsam mit Laiendarstellern inszenierte Film den Stadien der fortschreitenden Verwahrlosung - und findet mit dem in seiner Verantwortung überforderten Ältesten, einem 12-Jährigen, einen Helden wie einst bei De Sica und Rossellini. [Kore-Eda] geht es um die Langlebigkeit der Hoffnung. In dieser Form hat man sie noch nie erfahren.


    Wertungen

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    Original Dare mo shiranai
    Jahr/Land 2004 / Japan
    Genre Drama
    Film-Verleih Rapid Eye Movies HE GmbH
    FSK ab 6 Jahre
    Laufzeit 127 Minuten
    Kinostart 07. April 2005