Nathalie

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    Zwei Frauen. Die eine ist verheiratet, bürgerlich, kulturell interessiert. Die andere arbeitet in einer Bar als Prostituierte. Catherine bezahlt Marlene dafür, dass sie mit ihrem untreuen Ehemann Bernard schläft.

    Sie will alles darüber wissen, die intimsten Details. Catherine macht Marlene zu "Nathalie", ihrer persönlichen Spionin. Das ist ihr Geheimnis, und das ihre Geschichte ...



    Filmstab

    Regie Anne Fontaine
    Drehbuch Anne Fontaine, Jacques Fieschi
    Kamera Jean-Marc Fabre
    Schnitt Emmanuelle Castro
    Musik Michael Nyman

    Darsteller

    Barbesitzer Évelyne Dandry
    Catherine Fanny Ardant
    Marlene / Nathalie Emmanuelle Béart
    Bernard Gérard Depardieu
    Francois Wladimir Yordanoff
    Mutter Judith Magre
    Sohn Rudolphe Pauly
    Mann an der Bar Ari Paffgen
    Catherines Patientin Aurore Auteuil
    Ghislaine Idit Cebula

    Kritiken

    Dirk Jasper: Mit einem Star-Ensemble (Fanny Ardant, Emmanuelle Béart, Gerard Depardieu) erzählt Regisseurin Anne Fontaine eine aufregende Geschichte von Lüge, Liebe und Leidenschaft. Eine Geschichte, wie sie in den besten, aber etwas in die Jahre gekommenen Ehen vorkommen kann. Mit einer mutigen, ungewöhnlichen Aktion sprengt die Hauptdarstellerin den Teufelskreis aus Eifersucht und Verletzung und macht die Affäre ihres Mannes zu einem Prüfstein eigener Wünsche und Begierden. Ihr gelingt das Kunststück, sich einerseits selbst als Frau neu zu entdecken und damit andererseits auch ihrer Ehe wieder erotische Spannung zu geben.

    Bernhard Blöchl (Rhein-Zeitung 6. August 2004): Sex findet allein im Kopf der Zuschauer statt. Fontaine inszeniert die tabulosen Gespräche eher kühl und subtil. Einen Film über Fantasie wollte die Französin machen. Das ist ihr gelungen. So lebt der Film "Nathalie" in erster Linie von den Charakteren, allen voran Emmanuelle Béart als ausgefuchstes Callgirl. Auch Depardieu und Fanny Ardant füllen ihre Rollen mit viel Feingefühl. Am Ende überrascht das intelligente Erotik-Drama mit einem dramaturgisch gelungenen Finale.

    film-dienst 16/2004: Zurückhaltende Beschreibung eines außergewöhnlichen Beziehungsdreiecks, in deren Verlauf die wechselseitige Abhängigkeit der beiden Frauen, die zwischen Komplizenschaft und Rivalität changiert, ins Zentrum rückt. In ruhigem Stil inszeniertes Ehedrama, das die Befindlichkeit der bürgerlichen Intimität auslotet und den Zuschauer mit einer Grauzone der Gefühle konfrontiert.


    Wertungen

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    Jahr/Land 2004 / Frankreich
    Genre Drama
    Film-Verleih Concorde Filmverleih GmbH
    FSK ab 16 Jahre
    Laufzeit 106 Minuten
    Kinostart 05. August 2004