Nackt

    Aus Film-Lexikon.de

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    Stimmt es wirklich, dass die meisten Männer ihre Frauen im Dunkeln nicht erkennen würden? Bei einer Party lassen sich drei miteinander befreundete Paare auf ein Spiel ein, das Folgen hat ... Drei Paare waren einmal Freunde. Sie treffen sich am Samstagabend. Alles scheint wie immer - und ist es doch nicht: Emilia und Felix sind seit kurzem getrennt, worunter beide psychisch und finanziell leiden; Charlotte und Dylan sind im letzten Jahr durch Dylans geschickte Spekulation an der Börse zu Millionären geworden, ihre Paarbeziehung wird jedoch trotz wachsendem Luxus immer armseliger; einzig Annette und Boris sind nach wie vor glücklich verliebt, wünschen sich zwar ein bisschen mehr Geld, um ihre Wohnung aufzupeppen, kommen aber auch ohne gut klar. Die sechs treffen sich zum Abendessen in der schicken Wohnung von Charlotte und Dylan. Doch die Fröhlichkeit, die solche Treffen in früheren Zeiten bei einer Pizza in der Kneipe um die Ecke hatten, will sich nicht mehr so recht einstellen. Emilia und Felix fühlen sich ausgestoßen, weil sie kein Paar mehr sind, zwischen Charlotte und Dylan knistert es unangenehm. Da erzählt Emilia, dass selbst Paare, die über zwanzig Jahre zusammenleben, nicht mal die Hände des anderen identifizieren konnten. Sie behauptet, die meisten Männer würden mit verbundenen Augen nicht einmal den Körper ihrer eigenen Frau erkennen. Felix gießt Öl ins Feuer: Wenn alle so sicher seien, dann könne man ja eine Wette wagen ... Ein Experiment mit Folgen beginnt.



    Filmstab

    Regie Doris Dörrie
    Drehbuch Doris Dörrie
    Kamera Frank Griebe
    Schnitt Inez Regnier, Frank Müller
    Musik Liquid Loop
    Produktion Norbert Preuss

    Darsteller

    Annette Alexandra Maria Lara
    Dylan Mehmet Kurtulus
    Emilia Heike Makatsch
    Felix Benno Fürmann
    Boris Jürgen Vogel
    Charlotte Nina Hoss

    Kritiken

    Dirk Jasper: Mit "Nackt" inszenierte Erfolgsregisseurin Doris Dörrie eine überaus witzige und geistreiche Komödie, die mit absoluter Starbesetzung von den Ups und Downs des gemeinsamen Liebesalltags dreier Paare erzählt.

    Rhein-Zeitung 2002-09-20: Regisseurin und Autorin Doris Dörrie zeigt mit den drei Paaren Jungmenschen aus dem Zentrum der Gesellschaft. Will man Dörrie glauben, dann geht es dort schrecklich langweilig und sinnleer, aber endlos geschwätzig zu. Das ist jedenfalls der Eindruck, der sich nach 100 Minuten einstellt. "Nackt" ist meist nicht mehr als gefilmtes Hörspiel in Kulissen wie aus einem Schülertheater, das einen Almodovar-Film gesehen hat. Einfach langweilig.

    Cinema 2002-10: Die Hingabe der Darsteller bleibt von der schwankenden Textqualität unberührt. Und im verbalen Overkill gelingt Dörrie doch dezente Symbolik. Wie die Mullbinde, die Emilia sich trendy um den Leib drapiert. So, als fürchte sie, ihr könnte das Herz herausfallen.


    Wertungen

    0 Sterne
    0 Bewertungen
    Original -
    Jahr/Land 2002 / Deutschland
    Genre Komödie
    Film-Verleih Constantin Film Verleih GmbH
    Laufzeit 98 Minuten
    Kinostart 19. September 2002