Mulholland Drive - Straße der Finsternis

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    Seinen Lauf nimmt der Thriller mit einer geheimnisvollen Schönheit, die sich Rita nennt und nach einem grauenvollen Unfall das Gedächtnis verloren hat. Zufällig kommt ihr die freundliche wie naive Betty Elms zu Hilfe, die gerade aus Kanada eingeflogen ist, um nichts weniger als ein Star zu werden. Doch während das Schicksal die beiden offenbar so ungleichen Frauen immer intimer zusammenschweißt und sie auf der Suche nach der Vergangenheit immer tiefer in den Untergrund der Gegenwart eintauchen, wird auch anderen der Boden der Realität unter den Füßen weggerissen. Ein fatalistischer Albträumer und ein mangelhaft begabter Auftragskiller werden ebenso den Weg der Frauen kreuzen wie ein Erfolgsregisseur, dessen fantastisches Leben von seinen bizarren Finanziers binnen Stunden zerstört wird. Die Antwort aller Rätsel mag ein bedrohlicher Mann im Hintergrund kennen, der sich nur "Cowboy" nennt - doch vielleicht laufen die Fäden des Netzes auch bei dem Auftraggeber im Rollstuhl zusammen, der als einziger Macht über schwarze Monstren und blaue Schlüssel zu verbotenen Räumen und Träumen zu besitzen scheint. Doch wo immer sich im Crescendo der Suspense die Wahrheit verbirgt - sie ist nicht von dieser Welt, möglicherweise.



    Filmstab

    Regie David Lynch
    Drehbuch David Lynch
    Kamera Peter Deming
    Schnitt Mary Sweeney
    Musik Angelo Badalamenti
    Produktion Mary Sweeney, Alain Sarde, Neal Edelstein, Michael Polaire, Tony Krantz

    Darsteller

    Adam Kesher Justin Theroux
    Betty Elms Naomi Watts
    Rita Laura Elena Harring
    Coco Lenoix Ann Miller
    Vincenzo Castigliane Dan Hedaya
    Joe Mark Pellegrino
    Studiosänger Brian Beacock
    Detective Harry McKnigh Robert Forster
    Cowboy Monty Montgomery
    Gene Billy Ray Cyrus

    Kritiken

    film-dienst 2002-01: Ein handwerklich perfekter Film, ideenreich und inszenatorisch bestechend, der die Medienmythen der Gegenwart lustvoll zerpflückt und in Gestalt eines Horrorthrillers im kalten Entsetzen kumulieren lässt, ohne dass der Regisseur damit seinem bekannten Oeuvre etwas erkennbar Neues hinzufügen würde.

    Cinema 2002-01: Lynch überlässt es jedem selbst, sein surreales Thriller-Labyrinth zu deuten. Falls Sie sich dabei so beklommen fühlen wie in einem unfreiwillig faszinierenden Albtraum, hat er womöglich sein Ziel erreicht. Aber was wissen wir schon?

    Karl-Heinz Schäfer (TV-Today) 2002-01: Surreal und düster. Ein typischer Lynch - kann man nur lieben oder hassen.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 2001 Beste Regie David Lynch


    Wertungen

    4.7 Sterne
    3 Bewertungen
    Original Mulholland Drive
    Jahr/Land 2000 / USA, Frankreich
    Genre Thriller
    FSK ab 16 Jahre
    Laufzeit 127 Minuten
    Kinostart 03. Januar 2002