Mr. Long

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    Ein taiwanesischer Auftragskiller (Chen Chang) strandet in einer japanischen Vorstadt. Seine Mission ist missglückt und ihm bleiben fünf Tage, um Geld für die geplante Rückreise aufzutreiben. Unvermittelt erhält er dabei Hilfe: Der kleine Jun (Runyin Bai) weicht nicht von seiner Seite und ahnungslose Anwohner zeigen sich von seinen Kochkünsten so begeistert, dass sie ihm ein berufliches Standbein schaffen wollen.

    Eifrig organisieren sie ihrem schweigsamen „Mr. Long“, wie sie den Killer nennen, eine fahrbare Garküche, mit der er, gemeinsam mit Jun, seine chinesischen Spezialitäten unter die Leute bringen kann. Unheil droht, als Juns Mutter (Yiti Yao) von ihrem ehemaligen Dealer aufgesucht wird und dieser Mr. Longs Fährte aufnimmt. Aber auch wenn die Vergangenheit ihn einholt – es wird für Mr. Long nicht leicht zu gehen.




    Filmstab

    Regie Sabu
    Drehbuch Sabu
    Kamera Kôichi Furuya
    Schnitt Georg Petzold
    Musik Junichi Matsumoto
    Produktion Stephan Holl, Shôzô Ichiyama, Koki Kageyama, Jacky Yee Wah Pang, Yoichi Shimizu

    Darsteller

    Jun Run-yin Bai
    Lily Yi Ti Yao
    Kenji Shô Aoyagi
    Mr. Long Chang Chen

    Kritiken

    www.kino-zeit.de Beatrice Behn: Neben den Charakteren und den vielen emotionalen Facetten, hat dieser Film noch einen weiteren Vorteil: er hat Stil. Die Bilder sind perfekt kadriert, die Farben satt und kontrastreich mit einer Tendenz zu Blau/Grau und Ockerfarben. Überhaupt Farben: Sabu weiß sie genau einzusetzen und so ganz subtil die Stimmung des Filmes weiterzutragen. All dies, in seiner Gesamtheit, macht wieder einmal klar, dass dieser Regisseur ganz eindeutig zu den Autorenfilmern gehört, die man unbedingt im Auge behalten sollte.

    www.cinetastic.de Frank Schmidke: Nicht nur aufgrund seiner tollen Besetzung und der souverän inszenierten Bilder ist das Gangster-Drama „Mr.Long“ des japanischen Filmmachers Sabu ein ungewöhnlicher und schöner Film. Die Schönheit liegt in dem Gangster-Genre allerdings auch unter etlichen brutalen und blutigen Bildern versteckt.

    www.uncut.at Susanne Gottlieb: Trotz des sich in mehrere Richtungen entwickelnden Fokus der Geschichte schafft es Sabu, sich tiefgehend mit seinen Charakteren auseinanderzusetzen und Interesse daran zu entfachen, was ihnen die Gesellschaft angetan hat und wie ihre Eigenschaften sie dazu wappnen, damit umzugehen. Wer einen solide gemachten Gangsterfilm will, muss jedoch woanders suchen.


    Wertungen

    3.7 Sterne
    3 Bewertungen
    Jahr/Land 2017 / Japan, Taiwan, Hong-Kong
    Genre Action / Drama
    Film-Verleih Rapid Eyes Movies
    FSK ab 16 Jahre
    Laufzeit 129 Minuten
    Kinostart 14. September 2017