Mr. Bean macht Ferien

    Aus Film-Lexikon.de

    13590 plakat.jpg

    Mr. Bean (Rowan Atkinson) jubelt. Bei der Lotterie seiner Kirchengemeinde hat er das große Los gezogen: eine Woche Urlaub, und dazu eine brandneue Videokamera. Mit der will der schweigsame Brite das Gewusel und den Star-Auftrieb in Cannes für die Nachwelt festhalten, denn sein Urlaub soll an der Côte d Azur stattfinden, direkt auf dem Höhepunkt des berühmten Film Festivals.

    Bestens gelaunt macht sich Bean auf den Weg ins Land von Baguette und Baskenmützen. An die Sprachbarriere verschwendet er keine Gedanken immerhin beherrscht er beinahe perfekt französisch. Naja, besser gesagt drei Worte: Oui, Non und Gracias. Dummerweise lässt der erste Stolperstein seiner Route nicht lange auf sich warten. Ab dem Gare de Lyons muss er sich um den kleinen Stepan (Max Baldry) kümmern, der dort durch eine Kette unglücklicher Ereignisse (an denen Bean nicht ganz unschuldig ist) von seinem Vater getrennt wurde. Dass Stepan lediglich russisch spricht, macht die Sache für Bean nicht gerade einfacher.

    Das ungleiche Duo tingelt unverzagt durch Frankreich. Was macht es da schon, dass Mr. Bean Fahrkarten, Pass und Geldbörse verliert und Stepans Vater eine polizeiliche Suche nach seinem verlorenen Sohn auslöst? Das ist ja nur der Beginn einer wilden Odyssee, in deren Verlauf Bean unverrichteter Dinge die Dreharbeiten für einen Werbespot für Joghurt sprengt, den fürchterlich ambitionierten Arthouse-Regisseur Carson Clay (Willem Dafoe) beinahe in den Wahnsinn treibt und mit der pfiffigen Schauspielerin Sabine (Emma De Caunes) im Schlepptau die Weiterreise nach Cannes antritt.

    Und während Mr. Bean in jeder Nachrichtensendung als landesweit gesuchter Entführer zu zweifelhafter Berühmtheit gelangt und das Film Festival seinem absoluten Höhepunkt entgegensteuert, versucht unser schweigsamer Held, inmitten von Promis und Premierenfeiern auf dem Roten Teppich von Cannes Stepan seinem Vater zurück zu bringen, den Mini-Auftritt von Sabine in Carson Clays Film zu retten und vielleicht auch noch irgendwann seinen Urlaub zu genießen. Die Côtes d Azur wird nie mehr so sein, wie sie mal war ...




    Filmstab

    Regie Steve Bendelack
    Drehbuch Rowan Atkinson, Simon McBurney, Hamish McColl, Robin Driscoll
    Kamera Baz Irvine
    Schnitt Tony Cranstoun
    Musik Howard Goodall
    Produktion Peter Bennet-Jones, Tim Bevan, Eric Fellner

    Darsteller

    Sabine Emma de Caunes
    Stepan Dachevsky Max Baldry
    Mr. Bean Rowan Atkinson
    Carson Clay Willem Dafoe
    Oberkellner Jean Rochefort
    Emil Dachevsky Karel Roden

    Kritiken

    www.critic.de: Birte Lüdeking: Zehn Jahre nach seinem ersten Ausflug auf die Kinoleinwand macht der britische Desastermagnet die Côtes d’Azur unsicher und verwirrt diesmal die Franzosen mit rudimentären Sprachfähigkeiten und ausgiebigen Gesichtsverrenkungen.

    www.cinema.de: Das umwerfend witzige, charmante Finale entschädigt für manche Längen des Roadmovies – Beans Stärke liegt eben doch im kurzen Sketch, der ihn seit 1990 zur TV-Kultfigur gemacht hatte. Durchgehend schön sind die Bilder der leidgeprüften und dennoch sonnigen französischen Landschaft. Fazit: Ein Brite auf den Spuren Jacques Tatis.


    Wertungen

    5 Sterne
    1 Bewertungen
    Original Mr. Bean’s Holiday
    Jahr/Land 2007 / Großbritannien/Frankreich
    Genre Komödie
    Film-Verleih Universal Pictures
    FSK ab 6 Jahre
    Laufzeit 90 Minuten
    Kinostart 22. März 2007