Mona Lisas Lächeln

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    Massachusetts, 1953, Höhepunkt der McCarthy-Ära mit engstirniger Moral, erzkonservativen Sitten und erstickenden Konventionen: Im altehrwürdigen Frauen-College Wellesley ist man stolz auf das Festhalten an Traditionen. Die freigeistige Berkeley-Absolventin Katherine Watson, die junge Dozentin für Kunstgeschichte an dieser Eliteschule, hat jedoch ganz andere Ideale: Sie möchte ihre Studentinnen dazu bringen, ihre Träume zu verwirklichen und ein Leben zu führen, das so unabhängig wie möglich ist.

    Entschlossen versucht Katherine, mehr intellektuelle Freiheiten zu erkämpfen und ihre jungen, traditionsbewussten Studentinnen zu ermutigen, ihre individuellen Talente zu entfalten und nach ihrem College-Abschluss mehr im Leben anzustreben, als ihre ganze Erfüllung darin zu sehen, Hausfrau und Mutter zu werden, wie die Gesellschaft es ihnen vorgibt.

    Um dies zu erreichen, muss sich Katherine immer wieder mit der konservativen Verwaltung anlegen - und mit einer ihrer Schülerinnen, Betty Warren. Die frisch verheiratete Studentin wird zur entschlossenen Gegnerin, als Katherine deren beste Freundin Joan Brandwyn dabei unterstützt, sich an der Yale Law School zu bewerben.

    Zugleich findet die intelligente und rebellische Giselle Levy ein lang vermisstes Vorbild in ihrer modernen und selbstbewussten Lehrerin. Darüber hinaus muss sich aber auch Katherine eingestehen, dass sie selbst lange nicht so unabhängig ist, wie sie glaubte zu sein.

    Während sie ihre Schülerinnen dazu inspiriert, mutig eigene Wege zu gehen, muss Katherine selbst eine schwere Entscheidung treffen: zwischen ihrem Verlobten und einem bürgerlichen Leben - und einem charmanten Kollegen, an dessen Seite sie die Freiheit genießen könnte ...



    Filmstab

    Regie Mike Newell
    Drehbuch Lawrence Konner, Mark Rosenthal
    Vorlage Roman "Mona Lisas Lächeln" von Deborah Chiel
    Kamera Anastas Michos
    Schnitt Mick Audsley
    Musik Rachel Portman
    Produktion Elaine Goldsmith-Thomas, Deborah Schindler, Paul Schiff

    Darsteller

    Katherine Watson Julia Roberts
    Betty Warren Kirsten Dunst
    Joan Brandwyn Julia Stiles
    Giselle Levy Maggie Gyllenhaal
    Connie Baker Ginnifer Goodwin
    Bill Dunbar Dominic West
    Amanda Armstrong Juliet Stevenson
    Paul Moore John Slattery
    Nancy Abbey Marcia Gay Harden
    Direktorin Jocelyn Carr Marian Seldes
    Tommy Donegal Topher Grace

    Kritiken

    Dirk Jasper: Mike Newell ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Harry Potter und der Feuerkelch") inszenierte ein mitreißendes, ebenso einfühlsames wie selbstbewusstes Frauendrama in außergewöhnlicher Star-Besetzung. Oscarpreisträgerin Julia Roberts glänzt in Mona Lisas Lächeln in ihrer ersten Hauptrolle seit "Erin Brockovich". An ihrer Seite agieren mit Kirsten Dunst ("Spider-Man", "The Virgin Suicides"), Julia Stiles ("Die Bourne Identität", "O", "Save the Last Dance") und Maggie Gyllenhaal ("Confessions of a Dangerous Mind", "Adaption", "Secretary") Hollywoods vielversprechendste weibliche Nachwuchsstars.

    Anja Daeschler (Rhein-Zeitung 23. Januar 2004): Roberts spielt in Mona Lisas Lächeln ihre Stärken nicht voll aus. Nur selten blitzen wirklich glaubwürdige Gefühlsregungen auf. Sie wirkt als Katherine Watson seltsam farblos und uninspiriert. Die Rolle der intellektuellen Frauen-Befreierin steht ihr so wenig wie die altbackene Kleidung der 50er. Anders Oscar-Gewinnerin Marcia Gay Harden: Sie schlüpft äußerst glaubwürdig in den Part von Watsons Vermieterin Nancy Abbey, die unter der eigenen verpassten Chance zur Familiengründung leidet und nun rührend und emsig versucht, den College-Mädchen alles beizubringen, was sie für die Ehe brauchen. Ein Flop wird "Mona Lisas Lächeln" aber gewiss nicht - Julias Lächeln garantiert Millionen in den Kinokassen und womöglich sogar eine Chance im Oscar-Rennen.


    Wertungen

    2.3 Sterne
    3 Bewertungen
    Original Mona Lisa Smile
    Jahr/Land 2003 / USA
    Genre Drama
    Film-Verleih Sony Pictures Releasing GmbH
    Laufzeit 119 Minuten
    Kinostart 22. Januar 2004