Meryl Streep

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanische Filmschauspielerin; * 22. April 1949 Summit, New Jersey, USA

    eigentlich: Mary Louise Streep;

    Schon früh interessierte sich Meryl Streep für die Schauspielerei. Nach ihrem Schulabschluss schrieb sie sich an der "Yale School of Drama" ein. Ihre erste Filmrolle in "Julia" (1977) war bereits ein voller Erfolg, der durch die Mini-TV-Serie "Holocaust - Die Geschichte der Familie Weiss" (1978) fortgesetzt wurde. Zwei Jahre später gewann sie einen Oscar als beste Nebendarstellerin für ihren Auftritt in dem sozialkritischen Ehedrama "Kramer gegen Kramer" (Kramer vs. Kramer", 1979) an der Seite von Dustin Hoffman. Für ihre Rolle im Filmdrama "Sophies Entscheidung" ("Sophie's Choice", 1982) bekam sie 1983 den Oscar als beste Hauptdarstellerin verliehen.

    In Schauspielerkreisen hat sie den Ruf einer Perfektionistin, die sich peinlich genau auf ihre Rollen vorbereitet. Ihr Ehrgeiz brachte ihr in den 1980er Jahren begehrte Rollen ein, etwa in dem Anti-Atomkraft-Drama "Silkwood" (1983), im Melodram "Jenseits von Afrika" ("Out Of Africa", 1985; mit Robert Redford), im Filmdrama "Wolfsmilch" ("Ironweed", 1987) und in der Komödie "Die Teufelin" ("She-devil", 1988). Einen Oscar als beste Hauptdarstellerin erhielt sie für ihren Part in "Die Geliebte des französischen Leutnants" ("The French Lieutenant's Woman", 1981). Sie avancierte zu einem der gefragtesten Stars in Hollywood.

    In den frühen 1990er Jahren wurde es schwieriger für sie, geeignete Rollen zu finden. Kritiker warfen ihr vor, sie lege sich auf "kalte" Charaktere fest. 1995 spielte Meryl Streep neben Clint Eastwood, der auch Regie führte, in "Die Brücken am Fluss" ("The Bridges Of Madison County") und schaffte so ein Comeback. Die verschwenderische Tochter mimte sie 1996 in "Marvins Töchter" ("Marvin's Room"). Ihren ersten Ausflug in die Welt der Regie wagte sie 1997 mit dem TV-Film "Solange es noch Hoffnung gibt" ("First Do No Harm").

    Einen Golden Globe erhielt sie als beste Nebendarstellerin für ihren Part in der schwarzen Komödie "Adaptation" (2002), die das Filmgeschäft in Hollywood beleuchtet. Für ihre Rolle in der Lebensverfilmung der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf, "The Hours" (2002), mit Nicole Kidman und Julianne Moore, erhielt sie den Silbernen Bären der Berlinale. 2004 erschien sie mit Jim Carrey, Emily Browning und Jude Law in der Romanverfilmung "Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse" ("Lemony Snicket’s a Series of Unfortunate Events"). Im Jahr darauf kam der Film "Couchgeflüster - Die erste therapeutische Liebeskomödie" ("Prime", 2005) in die Kinos, in dem Meryl Streep zusammen mit Uma Thurman und Bryan Greenberg vor der Kamera stand. Eine weitere Komödie, "Der Teufel trägt Prada" ("The Devil Wears Prada", 2006) mit Anne Hathaway, folgte. Streep verkörpert darin die biestige Chefredakteurin einer großen Modezeitschrift. Mit Tom Cruise und Robert Redford sah man sie 2005 im Politthriller "Von Löwen und Lämmern" ("Lions for Lambs", 2007). Die Hauptrolle der Donna erhielt Streep 2008 in der ABBA-Musicalverfilmung "Mamma Mia!". Für ihre Rolle in "Glaubensfrage" war sie 2009 für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. Ihren drittten Oscar bekam sie allerdings erst 2012 für ihre Rolle der Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady". Damit gehört sie noch immer zu den am besten verdienenden Schauspielerinnen Hollywoods. Quelle: wikipedia


    Filmografie - Darsteller


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 2011 Beste Hauptdarstellerin Die Eiserne Lady
    Oscar.jpg 1982 Beste Hauptdarstellerin Sophies Entscheidung
    Oscar.jpg 1979 Beste Nebendarstellerin Kramer gegen Kramer
    nom 2009 Beste Hauptdarstellerin Julie & Julia
    nom 2013 Beste Hauptdarstellerin Im August in Osage County
    nom 2006 Beste Hauptdarstellerin Der Teufel trägt Prada
    nom 1990 Beste Hauptdarstellerin Grüße aus Hollywood
    nom 2016 Beste Hauptdarstellerin Florence Foster Jenkins
    nom 1998 Beste Hauptdarstellerin Familiensache
    nom 1999 Beste Hauptdarstellerin Music Of The Heart
    nom 1983 Beste Hauptdarstellerin Silkwood
    nom 1988 Beste Hauptdarstellerin --
    nom 1987 Beste Hauptdarstellerin Wolfsmilch
    nom 2008 Beste Hauptdarstellerin Glaubensfrage
    nom 1995 Beste Hauptdarstellerin Die Brücken am Fluß
    nom 2017 Beste Hauptdarstellerin Die Verlegerin
    nom 1981 Beste Hauptdarstellerin Die Geliebte des französischen Leutnants
    nom 1985 Beste Hauptdarstellerin --
    nom 1978 Beste Nebendarstellerin Die durch die Hölle gehen
    nom 2002 Beste Nebendarstellerin --
    nom 2014 Beste Nebendarstellerin Into the Woods