Manfred Krug

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    deutscher Schauspieler und Sänger; * 08. Februar 1937 in Duisburg

    1954 besuchte Manfred Krug die Schauspielschule in Ost-Berlin. Nach anderthalb Jahren schied er aber "wegen disziplinarischer Schwierigkeiten" wieder aus. Bis 1956 arbeitete er mit Bert Brecht zusammen. Danach versuchte er sich in Komparsenrollen bei der DEFA. Bekannt wurde Krug durch seine Rolle als Martin Hoff in dem Film "Auf der Sonnenseite". Bis zum Frühjahr 1977 hatte er in rund 40 Filmen, darunter "Spur der Steine" (1965/66), mitgewirkt; auch als Sänger und Jazz-Interpret hatte er sich einen Namen gemacht und war inzwischen einer der beliebtesten Stars der DDR. Im November 1976 unterzeichnete er die Protest-Resolution gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns, worauf seine Arbeitsmöglichkeiten drastisch beschränkt wurden. Danach beantragte er die Ausreise und übersiedelte im Juni 1977 mit seiner Familie nach West-Berlin.

    In den westdeutschen Medien fasste er schnell Fuß. Seine erste Schallplatte nach seiner Übersiedlung, "Da bist du ja", wurde ein großer Erfolg. Er hatte zahlreiche erfolgreiche Rollen im Fernsehen, unter anderem in der Serie "Auf Achse" (1977-88), im "Tatort" und als Anwalt in der Serie "Liebling Kreuzberg".

    Krug veröffentlichte zwei Autobiografien, "Abgehauen. Ein Mitschnitt und ein Tagebuch" (1996) und "Mein schönes Leben" (2005).


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