Magic in the Moonlight

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    Der chinesische Hexenmeister Wei Ling Soo ist der berühmteste Zauberer seiner Zeit, doch nur wenige wissen, dass sich hinter diesem Künstlernamen der grantige, arrogante Engländer Stanley Crawford (Firth) verbirgt, der sehr von sich überzeugt ist und jene angeblichen Spiritisten nicht leiden kann, die behaupten, tatsächlich zaubern zu können. Von seinem langjährigen Freund Howard Burkan (Simon McBurney) lässt Stanley sich zu einer entsprechenden Mission überreden: Er reist an die französische Riviera und besucht dort die Catledge-Familie in ihrer Villa: Mutter Grace (Jacki Weaver), Sohn Brice (Hamish Linklater), und Tochter Caroline (Erica Leerhsen). Er stellt sich als Geschäftsmann namens Stanley Taplinger vor, um die betörende junge Wahrsagerin Sophie Baker (Stone) bloßzustellen, die dort mit ihrer Mutter (Marcia Gay Harden) zu Gast ist. Grace hat Sophie eingeladen, weil sie davon überzeugt ist, dass das Mädchen den Kontakt zu ihrem verstorbenen Mann herstellen kann. In der Villa ist Sophie Brice begegnet, der sich Hals über Kopf in sie verliebt hat.

    Schon bei ihrer ersten Konfrontation kanzelt Stanley Sophie als unbedeutendes Würstchen ab, das er im Handumdrehen entlarven kann – für die Leichtgläubigkeit der Catledges hat er nur Spott übrig. Sehr überrascht und mit wachsendem Unbehagen wird Stanley jedoch Zeuge von Sophies zahlreichen erstaunlichen Leistungen: Sie liest Gedanken und vollbringt andere übernatürliche Taten, die sich jedem rationalen Erklärungsversuch entziehen. Stanley ist wie vor den Kopf gestoßen. Schon bald gesteht er seiner geliebten Tante Vanessa (Eileen Atkins), wie er langsam an sich selbst zweifelt und zu glauben beginnt, dass Sophie tatsächlich über diese Fähigkeiten verfügen könnte. Wenn das stimmt, muss Stanley sich eingestehen, dass wirklich alles möglich wäre – im positiven Sinne. Doch damit stürzt das System seiner eigenen Überzeugungen wie ein Kartenhaus zusammen.

    Daraufhin ergibt sich eine Folge von Ereignissen, die in jeder Bedeutung des Wortes zauberhaft sind und alle Beteiligten in heillose Verwirrung stürzen. Und am Ende spielt „Magic in the Moonlight“ uns einen Streich, der allesamt zum Narren hält.




    Filmstab

    Regie Woody Allen
    Drehbuch Woody Allen
    Kamera Darius Khondji
    Schnitt Alisa Lepselter
    Produktion Letty Aronson, Stephen Tenenbaum, Edward Walson

    Darsteller

    Stanley Crawford Colin Firth
    Sophie Emma Stone
    Tante Vanessa Eileen Atkins
    Mrs. Baker Marcia Gay Harden
    Brice Hamish Linklater
    Grace Jacki Weaver
    Caroline Erica Leerhsen
    Olivia Catherine McCormack

    Kritiken

    www.programmkino.de Gaby Sikorski: Woody Allens neuestes Werk ist ein wunderbar komischer Feel-Good-Film für Jung und Alt, nostalgisch schön und so wie guter Champagner: ein erfrischend leichter, zeitlos schöner Genuss.

    www.outnow.ch: Magic in the Moonlight ist eine passable Komödie mit wunderschöner Szenerie, aber wenig Komik. Woody Allen übertrifft sich mit diesem Film nicht gerade. Wer gerne Colin Firth-Filme schaut, wird auch an diesem Film Freude haben. Denn er macht alles wie immer.

    www.filmrezension.de Hilde Ottschofski: Entspannter Cole-Porter-Jazz, helle Sommerkleidung, paradiesische Landschaften und Gärten, schöne reiche gesunde Menschen – es ist ein Augen- und Ohrenschmaus, diesem filmischen Spektakel beizuwohnen. Leider bleibt es bei diesem äußerlichen Sinnesgenuss, denn inhaltlich ist Woody Allens neuer Streifen eine leere Hülse.


    Wertungen

    4.3 Sterne
    3 Bewertungen
    Jahr/Land 2014 / USA
    Genre Liebeskomödie
    Film-Verleih Warner Bros
    Laufzeit 98 Minuten
    Kinostart 04. Dezember 2014