Müll im Garten Eden

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    Çamburnu ist ein kleines Bergdorf im Nordosten der Türkei. Dank des mild-feuchten Klimas des Schwarzen Meeres leben die Bewohner seit Generationen vom Teeanbau, von der Fischerei und im Einklang mit der Natur. Doch die Idylle ist gefährdet, als die Regierung vor zehn Jahren den Beschluss fasst, direkt oberhalb des Dorfes eine Mülldeponie zu bauen. Trotz der Proteste des Bürgermeisters und der Dorfbewohner entsteht eine Anlage, die wichtige Sicherheits- und Baustandards nicht erfüllt und fortan durch Unfälle und Havarien kontinuierlich die Umwelt verschmutzt. Die Luft ist verpestet, das Grundwasser verseucht, in der alljährlichen Regenzeit spült das Wasser den Müll die Abhänge herunter, Vogelschwärme und streunende Hunde belagern das Dorf. Den Teebauern, deren Plantagen unterhalb der Deponie liegen, ist die Lebensgrundlage genommen. Die Folgen sind verheerend und für jeden sichtbar und dennoch werden täglich weitere Tonnen Müll in die Deponie gefahren.




    Filmstab

    Regie Fatih Akin
    Drehbuch Fatih Akin
    Kamera Bünyamin Seyrekbasan, Hervé Dieu
    Schnitt Andrew Bird
    Musik Alexander Hacke
    Produktion Fatih Akin, Klaus Maeck

    Darsteller

    als er selbst Hüseyin Alioğlu
    als er selbst Bünyamin Seyrekbasan
    als sie selbst Sabahat Haşlaman
    als sie selbst Suna Haşlaman
    als sie selbst Nezihan Haşlaman
    als sie selbst Azize Seyrekbasan
    als er selbst Furkan Seyrekbasan
    als er selbst İsmet Bodur

    Kritiken

    Jörg Schöning: www.spiegel.de: In seiner ersten Doku "Der Müll im Garten Eden" zeichnet Fatih Akin den Kampf von Dorfbewohnern gegen eine Abfallhalde nach. Die unerbittliche Chronik eines Umweltskandals.

    Rainer Gansera: www.sueddeutsche.de: "Müll im Garten Eden" erregt Bewunderung für den Einsatz Fatih Akins - und enttäuscht durch eine im Impressionistischen verbleibende Erzählform. Schade, dass die ursprüngliche Idee, das Ganze als Ich-Erzählung zu strukturieren, fallengelassen wurde.


    Wertungen

    4 Sterne
    2 Bewertungen
    Jahr/Land 2012 / Deutschland
    Genre Dokumentarfilm
    Film-Verleih Pandora Filmverleih
    Laufzeit 85 Minuten
    Kinostart 06. Dezember 2012