Lucia und der Sex

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    Lucía arbeitet als Kellnerin in einem Restaurant im Zentrum von Madrid. Als sie ihre große Liebe, den Schriftsteller Lorenzo, verliert, macht sie sich auf die Suche nach dem verschwundenen Geliebten. Sie führt sie auf eine Insel, gleichsam einem symbolischen Paradies. Dort lernt sie Carlos und Elena kennen, die beide auf dem Eiland Ruhe suchen. In Elenas lichtdurchflutetem weißem Haus findet Lucía Zuflucht. Ohne dass sie es voneinander wissen, haben alle eine geheime Verbindung zu Lorenzo. Elena verbrachte mit ihm vor Jahren auf genau dieser Insel eine leidenschaftliche, anonym gebliebene Liebesnacht. Bei Vollmond wurde im Meer Elenas und Lorenzos Tochter Luna gezeugt. Es gelang ihr aber nie, Lorenzo aufzuspüren. Carlos ist seinerseits der Stiefvater von Belén, die verschwunden ist, nachdem sie als Kindermädchen Lunas Tod zu verantworten hatte: sie verführte Lorenzo und ließ dabei das Kind unbeaufsichtigt. Je mehr Lucía über die beiden neuen Mitbewohner erfährt, desto mehr wird sie an das Manuskript erinnert, das Lorenzo ihr vor seinem Verschwinden zum Lesen anvertraut hatte. Es ist die Geschichte einer Reise in eine dunkle Vergangenheit, einer Reise, die offensichtlich Schuld an Lorenzos Depression trug. Immer mehr beginnen sich die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu verwischen. Lucía ist der Wahrheit auf der Spur und verliert sich dabei immer mehr in Lorenzos Geschichte.



    Filmstab

    Regie Julio Medem
    Drehbuch Julio Medem
    Kamera Kiko de la Rica
    Schnitt Iván Aledo
    Musik Alberto Iglesias
    Produktion Fernando Bovaira, Enrique López Lavigne

    Darsteller

    Pepe Javier Cámara
    Lucía Paz Vega
    Lorenzo Tristán Ulloa
    Elena Najwa Nimri
    Carlos Daniel Freire
    Belen Elena Anaya
    Luna Silvia Llanos

    Kritiken

    Dirk Jasper: "Lucía und der Sex" ist brillante Filmkunst, voller Erotik und Sinnlichkeit - sicher der ambitionierteste Film von Julio Medem, der in Spanien bereits mehr als 1,2 Millionen Besucher ins Kino lockte.

    Cinema 09/2002: Medems Geschichten sind lose Assoziationen. Auch dieses Märchen folgt keiner gradlinigen Erzählstruktur. Deshalb ist es nicht immer leicht, seinen Gedankensprüngen zu folgen, doch die Bilder hypnotisieren.