Love & Friendship

    Aus Film-Lexikon.de

    Die schöne Witwe Lady Susan Vernon besucht das Anwesen ihrer Verwandtschaft, um dort die in der gehobenen Gesellschaft kursierenden, skandalträchtigen Gerüchte über ihre Affären auszusitzen.

    Während sie sich dort versteckt hält, schmiedet sie Pläne, um für sich selbst sowie für ihre heiratsfähige, aber unwillige Tochter Frederica jeweils einen passenden Ehemann zu suchen und dadurch ihrer beider Zukunft zu sichern.

    Lady Susan erregt die Aufmerksamkeit gleich dreier Männer: sowohl des jungen und attraktiven Reginald DeCourcy als auch des reichen, aber etwas einfältigen Sir James Martin sowie des äußerst gut aussehenden, jedoch verheirateten Lord Manwaring. Dieser Umstand verkompliziert die Angelegenheiten deutlich.




    Filmstab

    Regie Whit Stillman
    Drehbuch Whit Stillman
    Vorlage Jane Austen
    Kamera Richard Van Oosterhout
    Schnitt Sophie Corra
    Musik Benjamin Esdraffo, Mark Suozzo
    Produktion Katie Holly, Lauranne Bourrachot, Whit Stillman

    Darsteller

    Lady Susan Vernon Kate Beckinsale
    Mrs. Alicia Johnson Chloë Sevigny
    Mr. Johnson Stephen Fry
    Lady Lucy Manwaring Jenn Murray
    Sir James Martin Tom Bennett
    Mr. Charles Vernon Justin Edwards
    Miss Frederica Susanna Vernon Morfydd Clark
    Mrs. Catherine Vernon Emma Greenwell

    Kritiken

    www.filmrezension.de Hilde Ottschofski: Differenziert und behutsam inszeniert von Whit Stillman, der sowohl Drehbuchautor, Regisseur und Produzent des Films ist, sehr treffend musikalisch untermalt mit neu komponierten barocken Klängen unter der Leitung von Mark Suozzo, und mit einem nicht nur talentierten und figürlich passenden, sondern auch bemerkenswert attraktivem Schauspielteam (Kate Beckinsale, Chloë Sevigny, Xavier Samuel, Morfydd Clark) ist der Film optisch und akustisch ein reiner Genuss

    www.kritiken.de Peter Osteried: Love & Friendship ist kein Triumph. Er hat seine Stärken, aber auch seine Schwächen. Vieles kann man hier bewundern, als Negativum fällt jedoch auf, dass die Erzählung langatmig geraten ist. Zumindest dann, wenn man nicht zu den glühendsten Verehrern von Jane Austen gehört. Stillman nimmt sich Zeit, um seine Geschichte zu erzählen, und er erwartet, dass der Zuschauer diese Zeit, aber auch reichlich Geduld mitbringt.

    www.kino-zeit.de Andreas Köhnemann: Stillmans Werk verfügt zwar über alle Qualitäten eines historischen Films – etwa bezaubernde Kostüme und exquisites Produktionsdesign –, in erster Linie wirkt es aber wie eine frische, sehr elegante Screwball Comedy, die durch ihre ungewöhnliche Hauptfigur noch reizvoller ist als Joe Wrights humorvoll-geistreiche Stolz und Vorurteil-Version.