Lee Marvin

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanischer Schauspieler; * 19. Februar 1924 in New York City; † 29. August 1987 

    Marvin begann seine Schauspielkarriere eher zufällig, als er nach dem Zweiten Weltkrieg als Klempnerlehrling arbeitete und an einer kleinen Provinzbühne für einen erkrankten Darsteller einsprang. Anschließend trat er in New York abseits des Broadway als Theaterschauspieler auf. 1950 bekam er seine erste Fernsehrolle und zog nach Hollywood. Dort erhielt er schnell Nebenrollen, in der Regel als böswilliger Schurke.

    Den Durchbruch schaffte Marvin 1965 mit einer Doppelrolle in der Westernkomödie „Cat Ballou - Hängen sollst du in Wyoming“. Er erhielt den Oscar für den besten Hauptdarsteller und zählte in der Folge zu den populärsten Stars der Filmindustrie. In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre spielte Marvin unter anderem in erfolgreichen Filmen wie "Die gefürchteten Vier" (The Professionals, 1966), "Das dreckige Dutzend" (The Dirty Dozen, 1967) oder "Point Blank" (1967). Für die Rolle des Ben Rumson in dem Westernmusical "Westwärts zieht der Wind" (Paint Your Wagon, 1969) wurde er für den Golden Globe nominiert.

    Marvins Popularität ließ in den 1970er merklich nach, unter anderem auch deshalb, weil er mehrmals Hauptrollen in Filmen ablehnte, die dann zu großen Erfolgen wurden. Seine letzte Rolle spielte er 1986 im Actionfilm "Delta Force" (The Delta Force).

    Lee Marvin diente im Zweiten Weltkrieg bei den US-Marines, für eine schwere Verwundung bekam er das so genannte Purple Heart. Er war zweimal verheiratet, zwischen 1951 und 1967 mit Betty Ebeling, mit der er vier Kinder hatte, und von 1970 bis zu seinem Tod mit Pamela Feeley.


    Filmografie - Darsteller


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 1965 Bester Hauptdarsteller Cat Ballou - Hängen sollst du in Wyoming