Krieg der Welten

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    Die Menschheit wird von einer außerirdischen Macht unterwandert, die ihr technologisch weit überlegen ist. Das Motiv: die minutiöse Planung einer Invasion, die alles Leben attackieren soll. Währenddessen geht der Alltag hier seinen gewohnten Gang. Die Ferriers, eine typisch us-amerikanische Familie, genießen ihr gutbürgerliches Dasein. Es könnte immer so weitergehen. Stünden sie nicht plötzlich einem eiskalten Feind gegenüber, der keine verletzliche Seite zu haben scheint. Ist die Zeit der menschlichen Zivilisation abgelaufen?

    Den Ferriers wie der gesamten Menschheit bleibt nur noch das Prinzip Hoffnung. Sie wissen, dass sie in den Krieg der Welten ziehen müssen. Doch sie wissen auch, dass ihre Chance, die größte Schlacht der Geschichte erfolgreich zu schlagen, verschwindend gering ist ...



    Filmstab

    Regie Steven Spielberg
    Drehbuch Josh Friedman, David Koepp
    Vorlage Novelle "Krieg der Welten" von H. G. Wells
    Kamera Janusz Kaminski
    Schnitt Michael Kahn
    Musik John Williams
    Produktion Kathleen Kennedy, Colin Wilson

    Darsteller

    Julio Yul Vazquez
    Ray Ferrier Tom Cruise
    Robbie Ferrier Justin Chatwin
    Rachel Ferrier Dakota Fanning
    Ogilvy Tim Robbins
    Mary Ann Ferrier Miranda Otto
    Tim David Alan Basche
    James DuMont
    Daniel Franzese

    Kritiken

    Dirk Jasper: Der Kassenknüller Krieg der Welten definiert Kino neu. Größer, eindrucksvoller, spannender - der Faszination dieses perfekt inszenierten Streifens kann sich sicherlich niemand entziehen. Das wird wohl der Blockbuster des Jahres sein.

    Claus Ambrosius (Rhein-Zeitung 29. Juni 2005): Erfrischend ist die völlige Abwesenheit jenes nassforschen US-Patriotismus, der einige Filme dieses Genres in den letzten Jahren auszeichnete. Denn auch mit größtem Heereseinsatz ist der außerirdischen Gefahr nicht beizukommen - das Drama wird von der nationalen Tragödie zurückgeworfen auf die Hauptfigur. Die ist mit Tom Cruise nur bedingt passend besetzt: Den kernigen und etwas begriffsstutzigen Arbeiter nimmt man dem Strahlemann nicht wirklich ab, schon gar nicht in den emotionsarmen Ungeschicklichkeiten seiner deutschen Synchronstimme: Ray bleibt ein flaches Relief. Seine altkluge Filmtochter Rachel ist hingegen mit der elfjährigen Dakota Fanning sensationell besetzt: Wie sie ihren nicht allzu cleveren Vater vorführt und psychosomatische Modeerkrankungen geradezu zelebriert, hat großes Format.

    film-dienst 13/2005: Freie Adaption von H. G. Wells' Roman über die Invasion aggressiver Außerirdischer. Steven Spielberg kreist einmal mehr um das Ideal amerikanischer "Familienwerte", indem er einen geplagten Vater ins Zentrum stellt, der seine Familie retten will. Der über weite Strecken sehr düstere Film teilt die kulturpessimistische Haltung des Romans, nimmt wie dieser jedoch eine positive Wendung. Von der Toleranz gegenüber dem Fremden, die frühere Filme Steven Spielbergs prägte, ist dabei nichts mehr zu spüren. Ein disparates Katastrophenspektakel, in dem beeindruckende Bilder und fesselnde Momente mit deutlichen Längen wechseln.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 2005 Bester Ton Andy Nelson, Anna Behlmer, Ronald Judkins
    nom 2005 Bester Tonschitt Richard King
    nom 2005 Beste visuelle Effekte Dennis Muren, Pablo Helman, Randy Dutra, Daniel Sudick


    Wertungen

    2.8 Sterne
    8 Bewertungen
    Original War Of The Worlds
    Jahr/Land 2005 / USA
    Genre SF-Action
    Film-Verleih Universal Pictures International Germany GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 116 Minuten
    Kinostart 29. Juni 2005