Kein Ort

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    Der Tschetschenienkrieg ist fast aus unserem Bewußtsein verschwunden, doch nach wie vor herrscht dort die Gewalt. Der Konflikt hat sich über den gesamten Nordkaukasus ausgedehnt. Tausende Menschen sind auf der Flucht vor einer brutalen Diktatur des von Moskau installierten Despoten Ramzan Kadyrov. Die Europäische Union ist das Ziel vieler Flüchtlinge. Sie stellen hier die zweitgrößte Gruppe der Asylbewerber. Die Berliner Filmemacherin Kerstin Nickig erzählt in „Kein Ort“ vier sehr persönliche Geschichten von Asylsuchenden aus dem Nordkaukasus. Sie begleitete die Flüchtlinge ein Jahr lang beim Versuche, das „Asyl“-angebot der Genfer Konvention wörtlich zu nehmen. Die Flüchtlinge sind dabei ständig mit den Abwehrmechanismen der europäischen Asylpolitik konfrontiert. Das wirkt sich in Polen, Österreich, der Ukraine und Deutschland unterschiedlich aus, führt aber zum gleichen Resultat: Kein Ort.




    Filmstab

    Regie Kerstin Nickig
    Drehbuch Kerstin Nickig
    Kamera Piotr Rosolowski, Jakub Bejnarowicz, André Frenzel
    Schnitt Karoline Schulz
    Musik Zoë Keating, 33a, Amarbeck Dimaev, Sergey Davydov
    Produktion Michael Truckenbrodt, Marcin Wierzchoslawski, Jacek Kucharski

    Kritiken

    Undine Zimmer (aviva-berlin.de): "Kein Ort" ist eine bewegende und eindringliche Dokumentation, die durch die Einzelschicksale berührt und eine vergessene Region wieder in das Bewusstsein der europäischen ZuschauerIn zurückholen möchte. Unbedingt reingehen und hingucken!"


    cinema.de: Bewegender Report über das Schicksal von Asylbewerbern


    Wertungen

    0 Sterne
    0 Bewertungen
    Jahr/Land 2009 / Deutschland/Polen
    Genre Dokumentarfilm
    Film-Verleih GMfilms
    Laufzeit 89 Minuten
    Kinostart 15. April 2010