Kalender Girls

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    Ältere Damen, die Marmelade einkochen, sind nichts Besonderes. Frauen, die sich nackt für einen Kalender ablichten lassen ebenso wenig. Aber gestandene Frauen, die sich beim Marmelade einkochen nackt für einen Kalender ablichten lassen, und das alles für einen guten Zweck - das ist etwas Besonderes! Chris und Annie sind, obwohl völlig unterschiedlichen Charakters, seit Jahren beste Freundinnen. Das beschauliche Leben der beiden Damen in Knapely, einer kleinen Stadt in Yorkshire, wird erschüttert, als Annies Ehemann plötzlich an Leukämie erkrankt und stirbt.

    Als Chris, ein aktives Mitglied des lokalen Frauen-Vereins, die Idee hat, den alljährlichen Kalender des lokalen Women's Institute zu produzieren, um damit Geld für das örtliche Krankenhaus zu sammeln, dass sich rührend um Annies Mann gekümmert hat, bringt dieser Kalender der etwas anderen Art nicht nur die kleine Stadt in Aufruhr.

    Denn bald verbreiten sich die Schlagzeilen rasend und soweit, dass selbst Hollywood auf die "Kalender Girls" aufmerksam wird. Inmitten der großen Aufregung und der unglaublichen Publicity, die Chris' Initiative hervorruft, wird die Freundschaft der beiden Frauen auf eine harte Probe gestellt.



    Filmstab

    Regie Nigel Cole
    Drehbuch Tim Firth, Juliette Towhidi
    Kamera Ashley Rowe, Oliver Curtis
    Schnitt Michael Parker
    Musik Patrick Doyle
    Produktion Nick Barton, Suzanne Mackie

    Darsteller

    Chris Harper Helen Mirren
    Annie Clarke Julie Walters
    John Clarke John Alderton
    Cora Linda Bassett
    Jessie Annette Crosbie
    Celia Celia Imrie
    Lawrence Sertain Philip Glenister
    Rod Harper Ciarán Hinds

    Kritiken

    Schnitt.de (Frank Brenner): Der Film zeigt uns, daß es mehr gibt im Leben jenseits der 50 als Rollen- und Geschlechterstereotypen vorzuschreiben versuchen. Zusammen mit dem Frauenbild, das Roger Michells The Mother unlängst entwarf (eine Frau jenseits der 60 hat Sex (!) mit einem jüngeren (!!) Mann), macht er darüberhinaus Hoffnung, daß mit der gesellschaftlichen Diskussion solcher Themen auch ein gesellschaftlicher Wandel einhergeht, der diese längst überholten Moralvorstellungen mit großen Schritten zu entmachten beginnt.

    film-dienst 01/2004: Liebenswerte Komödie in der Tradition des britischen Arbeiterkinos, deren Mischung aus Trauer, Humor und Pikanterie durch die zurückhaltende Inszenierung sowie die hervorragende Leistung des Schauspielerensembles überzeugt.

    Film-Starts.de (Jürgen Affenzeller): „Kalender Girls“ ist eine leise Komödie, der keinesfalls das Genre revolutioniert, dies aber auch in keiner Sekunde vorhat. Wer britische Filme mag, gerne über trockenen Wortwitz lacht und Geschichten liebt, die das Leben schreibt, wird sich prächtig amüsieren. Zumal man mit einer prächtig aufgelegten Helen Mirren als Chris belohnt wird, der der Schalk im Nacken in jeder Minute anzusehen ist. Und last but not least beschert uns „Kalendar Girls“ zudem eine Kult-Szene, die wohl als die „erwachsene Variante“ der Apfelkuchenszene in „American Pie“ in die Filmgeschichte eingehen wird. Allein der Blick von Sohnemann Jem, der gerade in dem Moment nach Hause kommt, in dem seine Mutter Chris die Hüllen fallen lässt, ist das Geld für die Kinokarte wert...


    Wertungen

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    0 Bewertungen
    Original Calendar Girls
    Jahr/Land 2003 / UK
    Genre Komödie
    Film-Verleih Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH
    Laufzeit 108 Minuten
    Kinostart 01. Januar 2004