Jodie Foster

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanische Filmschauspielerin, Regisseurin und Produzentin; * 19. November 1962 in Los Angeles, Kalifornien

    eigentlich: Alicia Christian Foster;

    Jodie Foster wurde von der Mutter bereits im Alter von drei Jahren zu verschiedenen Castings gebracht und gab ihr Fernsehdebüt in einem Werbespot für Sonnencreme. Im Gegensatz zu ihrem Bruder Buddy, der als Kind ebenfalls in mehreren Fernsehserien zu sehen war, behielt Jodie ihr Interesse für Fernsehen und Kino. Im Alter von 13 Jahren spielte sie in Martin Scorseses "Taxi Driver" (1975) die junge Prostituierte Iris, wofür sie für den Oscar nominiert wurde. 1980 begann sie an der Universität von Yale ein Studium der Englischen Literatur, das sie 1985 mit Auszeichnung abschloss.Obwohl Foster nie Schauspielunterricht genommen hatte, wurde sie für ihre Darstellung eines Vergewaltigungsopfers in "Angeklagt" ("The Accused", 1988) mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Einen weiteren Oscar bescherte ihr die Rolle der FBI-Agentin Clarice Starling, die in dem Psycho-Thriller "Das Schweigen der Lämmer" ("The Silence of the Lambs", 1991) einen kannibalischen Serienmörder (gespielt von Anthony Hopkins) jagt.

    Mit ihrer beruflichen Laufbahn trotz allen Erfolgs unzufrieden, betätigte sich Jodie Foster ab 1991 auch als Produzentin und Regisseurin. Sie drehte den Film "Wunderkind Tate" ("Little Man Tate", 1991), der ihr von Seiten der Kritiker zwar großes Lob bescherte, aber kein Publikumserfolg war. Der internationale Durchbruch als Produzentin gelang Foster erst mit dem Filmdrama "Nell" (1994), einem Film, in dem sie neben ihrer Arbeit als Produzentin und Regisseurin auch die Hauptrolle übernahm; für letztere wurde sie erneut für den Oscar nominiert. 1997 war sie in Robert Zemeckis' "Contact" zu sehen und 1999 spielte sie in "Anna und der König" ("Anna and the King") eine biedere Lehrerin. Das Angebot, die Rolle der Clarice Starling in "Hannibal", der Fortsetzung von "Das Schweigen der Lämmer", wieder aufzunehmen, lehnte sie ab und so musste die Rolle schließlich umbesetzt werden. 2002 sah man sie in David Finchers Thriller "Panic Room" auf der Leinwand, der ein großer Kinoerfolg war. In dem französischsprachigen Film "Mathilde -Eine große Liebe" ("Un long dimanche de fiançailles", 2004) konnte die fließend Deutsch und Französisch beherrschende Schauspielerin ebenfalls überzeugen. Anschließend folgte "Flightplan - Ohne jede Spur" ("Flightplan", 2005), ein Thriller, in dem sie eine Frau spielt, deren Tochter an Bord eines Flugzeugs verschwindet.

    Seit langem plant sie eine Filmbiografie über die kontroverse Regisseurin Leni Riefenstahl.

    Die zu den intelligentesten Schauspielerinnen Hollywoods zählende Foster hat zwei Söhne, die 1998 und 2001 zur Welt kamen. 2007 bekannte sie sich erstmals zu ihrer langjährigen Lebensgefährtin Cydney Bernard.


    Filmografie - Darsteller


    Filmografie - Regisseur


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 1988 Beste Hauptdarstellerin Angeklagt
    Oscar.jpg 1991 Beste Hauptdarstellerin Das Schweigen der Lämmer
    nom 1994 Beste Hauptdarstellerin Nell
    nom 1976 Beste Nebendarstellerin Taxi Driver