Jennifer Jones

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanische Schauspielerin; * 02. März 1919 in Tulsa, Oklahoma

    eigentlich: Phylis Flora Isley;

    Schon als Kind tourte Phylis Flora Isley mit ihren Eltern, die beide Vaudeville-Künstler waren, durch den Mittleren Westen der USA. Sie besuchte ab 1938 die American Academy of Dramatic Arts in New York, wo sie ihren späteren Ehemann Robert Walker traf, den sie 1939 heiratete. Zusammen gingen sie nach Hollywood, wo Isley zwei kleine Rollen erhielt: im John-Wayne-Western "New Frontier" und in "Dick Tracy's G-Man". In diesen Filmen erschien sie noch unter dem Namen "Phyllis Isley" (Phyllis jetzt mit zwei "L"). Nach einem erfolglosen Casting bei Paramount Pictures kehrte das Paar nach New York zurück.

    Robert Walker fand Arbeit bei einem Radiosender, während Phylis Isley als Model tätig war und nach möglichen Schauspielangeboten suchte. Nachdem sie in David O. Selznicks Büro für die Rolle der Claudia im gleichnamigen Stück von Rose Franken vorgesprochen hatte, brach sie (enttäuscht von ihrer Leistung) in Tränen aus. Selznick war jedoch begeistert von ihrem Auftritt und gab ihr einen Vertrag über sieben Jahre. Zu diesem Zeitpunkt erhielt sie auch ihren Künstlernamen Jennifer Jones.

    Mit der Rolle der Bernadette Soubirous in "Das Lied von Bernadette" ("The Song of Bernadette", 1943; Regie: Henry King) startete sie ihre Karriere - und das gleich mit einem Oscar als Beste Hauptdarstellerin. Im Jahr darauf übergab Jones den Oscar dann an ihre Freundin Ingrid Bergman für deren Rolle in "Das Haus der Lady Alquist" ("Gaslight").

    In den nächsten zwei Jahrzehnten erschien die Schauspielerin meist in Rollen, die Selznick für sie aussuchte: Sie war sehr wandlungsfähig, spielte einmal die Heilige wie in "The Song of Bernadette" und ein anderes mal ein draufgängerisches Halbblut in dem Western "Duell in der Sonne" (1946; mit Gregory Peck). Andere bekannte Filme mit ihr sind "Madame Bovary" (1949), "Wildes Blut" ("Ruby Gentry", 1952), "Rom, Station Termini" ("Stazione Termini", 1953), ""Schach dem Teufel" ("Beat the Devil", 1953; mit Humphrey Bogart) und "Guten Morgen, Miss Fink" ("Good Morning, Miss Dove", 1955).

    Aus ihrer ersten Ehe mit Robert Walker stammen zwei Söhne, die ebenfalls Schauspieler wurden. Nach ihrer Affäre mit David O. Selznick trennten sich Jones und Walker. Später heiratete die Schaupielerin Selznick; mit ihm hatte sie eine Tochter, die 1976 Selbstmord begang. Ihr dritter Ehemann war der millionenschwere Industrielle Norton Simon, der 1993 starb.


    Filmografie - Darsteller


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 1943 Beste Hauptdarstellerin Das Lied von Bernadette
    nom 1946 Beste Hauptdarstellerin --
    nom 1955 Beste Hauptdarstellerin --
    nom 1945 Beste Hauptdarstellerin --
    nom 1944 Beste Nebendarstellerin --