Jane Fonda

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanische Schauspielerin, Bürgerrechtlerin und Geschäftsfrau; * 21. Dezember 1937 in New York

    Die Tochter des legendären Henry Fonda studierte Malerei und Klavier und trat 1954 erstmals mit ihrem Vater am Theater auf. 1958 begann sie ihre Schauspielausbildung am "Actors Studio" von Lee Strasberg, zwei Jahre später spielte sie in dem Bühnenstück "There Was a Little Girl" mit.

    Mitte der 1960er Jahre wurde Fonda mit Filmen wie "Der Reigen" ("La Ronde", 1964) und "Barbarella" (1967) bekannt; letzterem verdankte sie ihren Ruf als Sexsymbol. Sie heiratete "Barbarella"-Regisseur Roger Vadim, der vorher mit Brigitte Bardot liiert gewesen war, und zog mit ihm nach Paris.

    Die Rückkehr nach New York einige Jahre später lohnte sich jedoch: Für ihre Rolle als Marathontänzerin Gloria in Sydney Pollacks "Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss" ("They Shoot Horses, Don't They?", 1969) wurde sie zum ersten Mal für den Oscar nominiert. Schließlich erhielt sie die begehrte Trophäe in der Kategorie beste Hauptdarstellerin für die Rolle des Callgirls Bree in Alan J. Pakulas Thriller "Klute" (1971).

    In Jean-Luc Godards medienkritischem Film "Alles in Butter" spielte sie in Frankreich an der Seite von Yves Montand. Unter der Regie von Fred Zinnemann sah man sie dann wieder im Hollywoodstreifen "Julia" (1977), für den sie erneut für den Oscar nominiert wurde, den sie jedoch erst ein Jahr später für ihre Rolle als Offiziersfrau in "Coming Home - Sie kehren heim" ("Coming Home", 1978) erhielt. Zusammen mit Michael Douglas und Jack Lemmon spielte sie in James Bridges' Film "Das China-Syndrom" ("The China Syndrome", 1979), der sich kritisch mit der Kernenergie auseinandersetzt und für vier Oscars nominiert wurde, darunter auch in der Kategorie beste Hauptdarstellerin. In "Am goldenen See" ("On Golden Pond", 1981) stand Jane Fonda das einzige Mal mit ihrem Vater vor der Kamera. Als alkoholabhängige und nicht mehr ganz junge Schauspielerin kämpfte sie in "The Morning After“ (1986) um ihr Überleben in Hollywood und wurde für diese Darstellung erneut für den Oscar nominiert.

    Nach einer längeren Filmpause wirkte Fonda im Jahr 2005 als böse Stiefmutter in der Komödie "Das Schwiegermonster" ("Monster-in-Law") mit, die zwar bei den Kritikern durchfiel, aber ein kommerzieller Erfolg war.

    Neben ihrer Karriere als Schauspielerin kann Jane Fonda noch auf zwei weitere zurückblicken, als Bürgerrechtlerin und Geschäftsfrau. Wegen ihres Engagements gegen den Vietnamkrieg bezichtigte das FBI sie des Landesverrats. Den Stein des Anstoßes, ihren Propagandaauftritt in Nordvietnam während des Krieges, bereute sie später als naive Dummheit. In der Sache ließ sie sich jedoch nicht beirren, kämpfte weiter gegen den Vietnamkrieg und für die medizinische Behandlung und finanzielle Entschädigung der Giftgas-Opfer.


    Sie setzte sich für die Ureinwohner der USA, für soziale Gerechtigkeit, für den Umweltschutz und gegen Atomkraft ein. Die erfolgreichen Wahlkämpfe ihres zweiten Mannes, des Bürgerrechtlers Tom Hayden, um einen Sitz im kalifornischen Parlament hat sie wesentlich mitgestaltet.


    Im Stretch-Outfit löste der Hollywoodstar 1982 eine nie dagewesene Fitnesswelle aus. Mit Aerobic-Videos, später auch Stretching und Yoga, schuf Fonda ein riesiges Fitnessimperium. Der Fitnesswahn schlug bei Fonda selbst in Schönheitswahn um: Es folgten Brustimplantate, Facelifting und Essstörungen.

    Von 1965 bis 1973 war Fonda mit Roger Vadim verheiratet. Die Ehe mit Bürgerrechtler Tom Hayden hielt bis 1990. Von 1991 bis 2001 war sie mit dem Medienmogul Ted Turner verheiratet.

    2005 veröffentlichte Jane Fonda ihre Autobiografie "My Life So Far", die ein Bestseller wurde.


    Filmografie - Darsteller


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 1978 Beste Hauptdarstellerin Coming Home - Sie kehren heim
    Oscar.jpg 1971 Beste Hauptdarstellerin Klute
    nom 1986 Beste Hauptdarstellerin Der Morgen danach
    nom 1969 Beste Hauptdarstellerin Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß
    nom 1977 Beste Hauptdarstellerin Julia
    nom 1979 Beste Hauptdarstellerin Das China-Syndrom
    nom 1981 Beste Nebendarstellerin Am goldenen See