Jalla Jalla

    Aus Film-Lexikon.de

    Roro und sein bester Freund Måns haben zwar den uncoolsten Job überhaupt - sie sind hauptamtlich für die Beseitigung von Hundehaufen im städtischen Park verantwortlich - aber das hindert sie nicht daran, sich selbst ziemlich cool zu finden und den Alltag entspannt anzugehen. Stress ist für sie ein Fremdwort - bis sich eines Tages die Probleme aus heiterem Himmel nur so vor ihnen auftürmen: Roros aus dem Libanon stammende Familie hat beschlossen, ihn mit seiner Cousine Yasmin zu verheiraten. Yasmin hat dazu ebenso wenig Lust wie Roro, der in die hübsche Schwedin Lisa verliebt ist, doch um ihre Familien ruhig zu stellen, beschließen die beiden, vorläufig so zu tun, als wären sie einverstanden - und machen dabei die Rechnung ohne Yasmins übereifrigen Bruder Paul. Roros Freund Måns hingegen wird plötzlich von mysteriösen Potenzproblemen geplagt, und da seine Freundin ihm die Hölle heiß macht, muss er zu buchstäblich jedem Mittel greifen, um dem Notstand abzuhelfen ....



    Filmstab

    Regie Josef Fares
    Drehbuch Josef Fares
    Kamera Aril Wretblad
    Schnitt Michael Leszczylowski, Andreas Jönsson
    Musik Daniel Lemma
    Produktion Anna Anthony

    Darsteller

    Roro Fares Fares
    Måns Torkel Petersson
    Lisa Tuva Novotny
    Yasmin Laleh Pourkarim
    Jenny Sofi Ahlström Helleday
    Vater Jan Fares
    Paul Leonard Terfelt
    Benson Benyam Eriksson

    Kritiken

    Dirk Jasper: Der erst 24-jährige libanesisch-schwedische Regisseur Josef Fares beeindruckt in seinem Spielfilm-Debüt nicht nur durch die spielerisch-versierte Handhabung seiner filmischen Ausdrucksmittel, sondern auch durch sein großes Gespür für Timing und Situationskomik. Seine Komödie vereint ein junges, äußerst talentiertes Ensemble in einer Geschichte, die ihre Frische und Authentizität nicht zuletzt daraus bezieht, dass der Autor und Regisseur aus seinen eigenen Erfahrungen mit dem Culture-Clash schöpfen kann.

    epd-film: "Ein vorgetäuschtes Heiratsversprechen, Doppelspiel, Missverständnisse, eine Verfolgungsjagd, eine doppelte Verhaftung und irgendwann selbstverständlich ein verdientes Happy-End. Es ist fast wie bei Shakespeare. Und es ist eine alte Weisheit, dass es beim Kino wie beim Theater auf das Was einer Story viel weniger ankommt als auf das Wie. "Jalla! Jalla" ist hierfür ein gutes Beispiel. Nichts ist neu an dieser Geschichte. Trotzdem ist auch nichts an diesem Film abgeschmackt. Im Gegenteil, er kommt so frisch und ungestüm dahergestolpert, als wäre das alles noch nie erzählt worden. Und komisch ist es auch noch. Josef Fares ist ein erst 24-jähriger Stockholmer Filmstudent. Auf seine nächste Arbeit können wir uns schon freuen."

    Cinema: Lukas Moodysson zählt zu den Hoffnungsträgern (des schwedischen Films) und verhilft dem 24-jährigen Josef Fares zu einem gelungenen Debüt.


    Wertungen

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    Jahr/Land 2000 / Schweden
    Genre Komödie
    Film-Verleih Kinowelt GmbH
    Laufzeit 88 Minuten
    Kinostart 07. März 2002