Iris

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    Die gefeierte Literatin und Denkerin Iris Mudoch ist seit mehr als 40 Jahren mit dem Literaturkritiker John Bayley verheiratet. Schon in den frühen Tagen ihrer Romanze war die überlegene Autorin diejenige, die das Sagen hatte. John stand stets in ihrem Schatten und musste akzeptieren, dass Iris ihre Freiheit auch mit anderen Männern und Frauen zelebrierte. Und doch blieben die beiden ein Paar und wuchsen im Lauf der Jahre immer näher zusammen. Bis zu jenem schicksalhaften Tag im Jahr 1997, als ihre Dynamik auf den Kopf gestellt und ihre Beziehung der schwersten Belastungsprobe überhaupt ausgesetzt wird: Die Ärzte diagnostizieren Alzheimer bei Iris. Doch John ist nicht bereit, die Liebe seines Lebens kampflos aufzugeben ...



    Filmstab

    Regie Richard Eyre
    Drehbuch Richard Eyre, Charles Wood
    Vorlage nach den Büchern "Elegy for Iris" und "Iris and Her Friends" von John Bayley
    Kamera Roger Pratt
    Schnitt Martin Walsh
    Musik James Horner
    Produktion Robert Fox, Scott Rudin

    Darsteller

    Iris Murdoch Judi Dench
    John Bayley Jim Broadbent
    Die junge Iris Kate Winslet
    Der junge John Hugh Bonneville
    Janet Stone Penelope Wilton
    Der junge Maurice Samuel West
    Der alte Maurice Timothy West
    Schuldirektorin Eleanor Bron
    Gastgeberin Angela Morant
    Die junge Janet Stone Juliet Aubrey

    Kritiken

    Der Spiegel 2002-20: "Iris" handelt von den Schrecknissen der Alzheimer-Krankheit, von der Frage, was aus der Liebe wird, wenn ein Partner sich bis zur Unkenntlichkeit verändert. Als Vorlage dient das Schicksal der Erfolgsautorin Iris Murdoch (gespielt von Kate Winslet und Judi Dench) und ihres Mannes Bayley (gespielt von Hugh Bonneville und Kim Broadbent). Doch Eyre verlässt sich nicht auf die Skurrilität seiner Vorbilder, sondern donnert die Story seiner melancholisch-verdüsterten Figuren mit viel Musikschwulst zu: So gehen seinem Film über Gedächnisverlust aller Witz und alle Gedanken verloren.

    Cinema 2002-05: Tristesse pur? Gewiss. Aber kein violinenumsäuselter Bhindertenkitsch. Richard Eyre blättert in Rückblenden warmherzige Szenen einer Ehe auf, in der zwei gegensätzliche Charaktere - Iris dominant und impulsiv, John ein stotternder Kauz, der nicht eben die Welt entflammt - zur Ruhe kommen. Umso mehr Wehmut löst das tragische Finale aus. So mußs es sich anfühlen, wenn man einen Partner verlässt, obwohl man ihn liebt.

    Bärbel Pfannerer (TV-Movie) 2002-11: "Iris" ist keine konventionelle Biografie, sondern schildert im steten Wechsel zwischen gestern und heute besondere Momente des Lebens von Iris Murdoch. Das Resultat: fesselnd, rührend und auch mal schmerzhaft ungeschminkt. Ein Genuss.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    Oscar.jpg 2001 Bester Nebendarsteller Jim Broadbent
    nom 2001 Beste Hauptdarstellerin Judi Dench
    nom 2001 Beste Nebendarstellerin Kate Winslet


    Wertungen

    4.4 Sterne
    8 Bewertungen
    Jahr/Land 2001 / USA
    Genre Drama
    Film-Verleih Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH
    Laufzeit 95 Minuten
    Kinostart 16. Mai 2002