Inherent Vice - Natürliche Mängel

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    Unerwartet taucht die Ex von Schnüffler Doc Sportello auf und faselt was von einer irren Story: Sie hat sich in einen milliardenschweren Immobilienmakler verliebt, und daraufhin will nun dessen Ehefrau mit ihrem Freund den Milliardär kidnappen und in die Klapsmühle stecken … na, sie kann ja viel erzählen.

    Ende der psychedelischen 1960er-Jahre herrscht Paranoia: Doc weiß natürlich, dass „Liebe“ derzeit total angesagt ist – genauso wie die Modewörter „Trip“ und „groovy“. Aber ernst nehmen sollte man diesen überstrapazierten Begriff nicht – zumal die Liebe unweigerlich Probleme mit sich bringt.

    Mit dabei sind Surfer, Abzocker, Kiffer und Rocker, ein mordlustiger Kredithai, Detectives vom Los Angeles Police Department, ein verdeckt ermittelnder Saxofonspieler und eine geheimnisvolle Organisation namens Goldener Fangzahn, die vielleicht auch nur ein paar Zahnärzten zur Steuerhinterziehung dient … teils Surf noir, teils psychedelische Farce – aber ganz Thomas Pynchon.




    Filmstab

    Regie Paul Thomas Anderson
    Drehbuch Paul Thomas Anderson
    Vorlage Thomas Pynchon
    Kamera Robert Elswit
    Schnitt Leslie Jones
    Musik Jonny Greenwood
    Produktion Joanne Sellar, Daniel Lupi, Paul Thomas Anderson

    Darsteller

    Larry "Doc" Sportello Joaquin Phoenix
    Deputy D.A. Penny Kimball Reese Witherspoon
    Coy Harlingen Owen Wilson
    Christian "Bigfoot" Bjornsen Josh Brolin
    Hope Harlingen Jena Malone
    Sauncho Smilax Benicio Del Toro
    Petunia Leeway Maya Rudolph
    Dr. Rudy Blatnoyd Martin Short
    Michael Z. Wolfmann Eric Roberts

    Kritiken

    www.kommsieh.de Max Renn: Diese psychedelische California Crime Story strebt trotz inhaltlicher Nähe nie die Intensität von „Chinatown“ an, ähnelt eher „American Hustle“ mit Tendenz zu „The Big Lebowski“ minus dessen surrealen Fantasien.

    www.programmkino.de Michael Meyns: Auf seine Weise aber ist „Inherent Vice“ durch seine Komplexität, die immer wieder eine weitere Ebene, eine neue „Wahrheit“ offenbart, die sich dann doch nicht als die Wahrheit erweist, eine kongeniale Adaption von Pynchons Weltsicht

    www.epd-film.de Katharina Grimnitz: Sicher, das alles ist makellos in Szene gesetzt und hochatmosphärisch aufgeladen, so, als ginge es tatsächlich um zeitgeschichtlich Bedeutsames wie etwa das klägliche Verenden der Gegenkultur unter Nixon, Drogenmissbrauch und die Schreckenstaten der Manson-Bande. Aber wo er Tiefe zeigen will, erweist sich der Film als so flach wie sein Humor.


    Wertungen

    4.7 Sterne
    3 Bewertungen
    Original Inherent Vice
    Jahr/Land 2014 / USA
    Genre Krimi-Komödie / Drama
    Film-Verleih Warner Bros.
    FSK ab 16 Jahre
    Laufzeit 148 Minuten
    Kinostart 12. Februar 2015