Ich und Kaminski

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    Deutschland kurz vor der Jahrtausendwende. Sebastian Zöllner (Daniel Brühl), Kunstjournalist und Meister der Selbstüberschätzung, plant seinen großen Coup: ein Enthüllungsbuch über den legendären, aber fast vergessenen Maler Manuel Kaminski (Jesper Christensen), Schüler von Matisse und Freund von Picasso, der einst als „blinder Maler“ Berühmtheit erlangte.

    Der skrupellose und ehrgeizige Karrierist macht sich auf den Weg zu dem entlegenen Chalet hoch oben in den Alpen, wo der greise Künstler zurückgezogen und von Vertrauten abgeschirmt lebt. Er dringt in Kaminskis Haus, Leben und Vergangenheit ein und nimmt ihn kurzerhand mit aufeine halsbrecherische und irrwitzige Reise zu dessen tot geglaubter Jugendliebe. Unterwegs will er ihm mit List und Dreistigkeit seine Geheimnisse entlocken. Aber bald muss er feststellen, dass er dem Alten, ob blind oder nicht, in keiner Weise gewachsen ist.




    Filmstab

    Regie Wolfgang Becker
    Drehbuch Thomas Wendrich, Wolfgang Becker
    Vorlage Daniel Kehlmann
    Kamera Jürgen Jürges
    Schnitt Peter R. Adam
    Musik Lorenz Dangel
    Produktion Uwe Schott, Wolfgang Becker

    Darsteller

    Sebastian Zöllner Daniel Brühl
    Manuel Kaminski Jesper Christensen
    Miriam Kaminski Amira Casar
    Karl-Ludwig Denis Lavant
    Elke Jördis Triebel
    Therese Lessing Geraldine Chaplin
    Holm Jan Decleir
    Zugbegleiter Josef Hader
    Golo Moser Bruno Cathomas
    Bogovic Stefan Kurt

    Kritiken

    www.epd-film.de Frank Schnelle: Mit »ICH UND KAMINSKI« begeht Wolfgang Becker nicht den Fehler, an den Lenin-Erfolg anknüpfen zu wollen. Er macht hier konsequent ein neues, eigenes Ding, das sich kaum kategorisieren lässt in seiner Mischung aus intellektueller Schärfe, verspielter Komik und surrealer Fabulierkunst. Er macht deutsches Kino, das sich in seiner erzählerischen Ökonomie mit Hollywood messen kann und in seinem unermüdlichen Erfindungsreichtum mit den Filmen von Jean-Pierre Jeunet. Wenn das keine Überraschung ist.

    www.critic.de Johannes Bluth: Es ist im Grunde eine kleine, fröhliche, aber falsche Welt, die Ich und Kaminski zeigt: nämlich ein Universum, in dem alles an seinem Platz ist. Genau das macht den Film so grotesk.

    www.filmstarts.de Carsten Baumgardt: In seiner humorvollen Satire „Ich und Kaminski“ seziert Wolfgang Becker ironisch die Kunstszene, um am Ende zu universellen Einsichten zu gelangen.


    Wertungen

    4.3 Sterne
    6 Bewertungen
    Jahr/Land 2014 / Deutschland
    Genre Tragikomödie
    Film-Verleih X-Verleih
    FSK ab 6 Jahre
    Laufzeit 123 Minuten
    Kinostart 17. September 2015