Heute bin ich Samba

    Aus Film-Lexikon.de

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    Zehn Jahre ist es her, dass Samba (Omar Sy) – nicht ganz legal – aus Senegal nach Frankreich eingereist ist. Seitdem hält er sich in Paris mit Aushilfsjobs über Wasser und versucht dabei nicht aufzufallen. Zusammen mit seinem heißblütigen „brasilianischen“ Freund Wilson (Tahar Rahim), der aber eigentlich aus Algerien stammt, schlüpft er in die unterschiedlichsten Verkleidungen und wechselt häufig den Job, wenn wieder mal was schief geht.

    Dennoch hält Samba an seinem großen Traum, eines Tages als Restaurantkoch zu arbeiten, optimistisch fest. Endlich winkt ihm eine unbefristete Stelle und er wird leichtsinnig, weil er glaubt, dass eine Aufenthaltserlaubnis jetzt nur noch reine Formsache ist. Doch dann verweigern ihm die Behörden die ersehnten Papiere und er landet postwendend in Abschiebehaft.

    Jetzt steckt Samba richtig in der Klemme und braucht dringend Hilfe. Die erhofft er sich von der dünnhäutigen Karrierefrau Alice (Charlotte Gainsbourg), die sich nach einem Burn-Out nun ehrenamtlich im Sozialdienst engagiert. Samba ist ihr erster „Fall“ und sie macht gleich alles falsch: Obwohl ihr die Kolleginnen eingeschärft haben, immer die Distanz zu wahren, gibt sie Samba schon am ersten Tag ihre Telefonnummer.




    Filmstab

    Regie Eric Toledano, Olivier Nakache
    Drehbuch Eric, Toledano, Olivier Nakache
    Vorlage Delphine Coulin
    Kamera Stéphane Fontaine
    Schnitt Dorian Rigal-Ansous
    Musik Ludovico Einaudi
    Produktion Nicolas Duval, Yann Zenou, Laurent Zeitoun

    Darsteller

    Samba Omar Sy
    Alice Charlotte Gainsbourg
    Wilson Tahar Rahim
    Manu Izïa Higelin
    Marcelle Hélène Vincent
    Madeleine Christiane Millet
    Jonas Issaka Sawadogo
    Josiane Clotilde Mollet
    Adel Bencherif

    Kritiken

    www.filmstarts.de Björn Becher: Mit „Heute bin ich Samba“ wandeln Olivier Nakache und Eric Toledano auf den Spuren ihres Mega-Erfolgs „Ziemlich beste Freunde“. Auch wenn es ihnen vor allem im Finale nicht immer ganz gelingt, Drama und Komödie unter einen Hut bringen, ist das Ergebnis dank der tollen Darsteller sehenswert.

    www.tagesspiegel.de Martin Schwickert: Im neuen Film des Regie-Duos weicht der überschäumende Humor einer verhaltenen Komik. Sie verleiht dieser fest in der Wirklichkeit verankerten Migrantenliebestragikomödie einen ganz eigenen, leisen Charme.

    www.programmkino.de Thomas Volkmann: Eben weil dieser Film mit seinen spielfreudigen Hauptdarstellern nicht auf die Betroffenheitsschiene setzt und ernsten Themen eine humorvolle Seite abgewinnt, könnte er genau dies einem breiten Publikum gegenüber bewusst machen.