Heinz Rühmann

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    deutscher Schauspieler und Regisseur; * 07. März 1902 in Essen; † 03. Oktober 1994 

    Nach seinem ersten Engagement als Schauspieler 1921 in Breslau kam Heinz Rühmann nach Hannover, Bremen, München und schließlich nach Berlin. Rühmann arbeitete mit den Regisseuren Falckenberg, der sein komödiantisches Talent zutage förderte, und Reinhardt, dem er die Weiterentwicklung seiner schauspielerischen Fähigkeiten verdankte, zusammen.

    Landesweit bekannt wurde er durch den Film "Die Drei von der Tankstelle" (1930), dem sich weitere Filmrollen anschlossen, bis nach der nationalsozialistischen Machtergreifung Anstoß an seiner jüdischen Ehefrau Maria (geborene Bernheim) genommen wurde. Rühmann beugte sich schließlich dem Druck, ließ sich scheiden und konnte seine Karriere fortsetzen.

    Weitere Filme waren unter anderem "Wenn wir alle Engel wären" (1936), "Der Mustergatte" (1937), "13 Stühle" (1938) und "Lauter Lügen" (1938). Bei letzterem führte Rühmann erstmals auch Regie und lernte Hertha Feiler kennen, die er ein Jahr später heiratete. Obwohl auch sie als "Vierteljüdin" angefeindet wurde, mochte man aus "kriegspsychologischen" Gründen nicht auf das Unterhaltungsgenie Rühmanns verzichten, der in der Folge unter anderem zu sehen war in "Wunschkonzert" (1940), "Quax, der Bruchpilot" (1941) und "Die Feuerzangenbowle" (1944).

    Nach einigen Misserfolgen spielte Rühmann nach dem Zweiten Weltkrieg in Filmen wie "Charleys Tante" (1955), "Der Hauptmann von Köpenick" (1955) und "Der Kapitän" (1971). Ab den 1970er Jahren beschränkte sich Rühmann auf Fernseh- und Theaterauftritte. 1993 spielte er noch einmal in Wim Wenders' "In weiter Ferne, so nah!".


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