Happy, Texas

    Aus Film-Lexikon.de

    Als Besuch von zwei Fremden ins texanische Dorf Happy kommt, freuen sich die Einheimischen so sehr, dass sie nie auf den Gedanken kämen, deren Herkunft zu überprüfen. So holen sich die Bewohner von Happy nicht die bestellten Show-Experten für die Tanz-Vorstellung ihrer Mädchenschule ins Haus, sondern zwei echte Sträflinge auf der Flucht und in verzweifelter Geldnot. Die beiden geben sich redlich Mühe, sich anzupassen: Es geht ja um ihr Leben - und um das verlockende Geld im Tresor der Bank. Dass Anpassung mitunter bedeutet, widerwillige Tanzbeine zu schwingen, mit dem liebeshungrigen Sheriff anzubandeln, Pailletten besetzte Kinderkostüme mit der Grundschul-Lehrerin zu nähen, und der hübschen Bankerin kosmetische Behandlungen zu verpassen, werden sie langsam merken ... So lange ihr brillantes Schauspiel nicht auffliegt, lässt es sich in Happy, Texas, ganz gut aushalten, zumindest bis ein richtiger Bösewicht aus ihrer dubiosen Vergangenheit auftaucht und ein weiterer, äußerst ehrgeiziger Sheriff nicht so genau hinschaut ... Dann werden aber die Karten schlagartig neu gemischt - und am Ende wird Happy zum richtigen "State Of Mind"!



    Filmstab

    Regie Mark Illsley
    Drehbuch Ed Stone, Mark Illsley, Phil Reeves
    Kamera Bruce Douglas Johnson
    Musik Peter Harris
    Produktion Mark Illsley, Rick Montgomery, Ed Stone

    Darsteller

    Harry Sawyer Jeremy Northam
    Wayne Wayne Wayne jr. Steve Zahn
    Josephine "Jo" McLintock Ally Walker
    Ms. Schaefer Illeana Douglas
    Sheriff Chappy Dent William H. Macy
    Bob M. C. Gainey
    Nalhober Ron Perlman
    David Tim Bagley
    Steven Michael Hitchcock
    Richter Paul Dooley

    Kritiken

    TV Today 2000-01: Der Brite Jeremy Northam ("Ein perfekter Ehemann") und Steve Zahn ("Out Of Sight") entdecken ihre femininen Seiten auf durchaus komische Weise. Unterdessen fühlen sich die Männer gefrusteten Dorfschönheiten (Ally Walker und Illeana Douglas) von dem "schwulen" Besuch seltsam angezogen. Identitätsprobleme, die Regisseur Mark Illsley nett, aber harmlos aufdröselt. Nicht gerade Zwerchfell erschütternd, aber für ein Paar Gute-Laune-Lacher reicht's.

    TV Movie 2000-01: "Happy, Texas" ist US-Independent-Kino der besten Sorte. Stars wird man vergebens suchen, der Humor bleibt subtil, das Tempo verhalten. Trotzdem - was dem Mainstream-Kino immer schwerer fällt, gelingt diesem Film mit Leichtigkeit: Er macht auch ohne großen Aufwand "happy".

    Cinema 2000-01: Endlich frei - und plötzlich schwul! In dieser putzigen Verwechslungskomödie schwimmen zwei flüchtige Hetero-Ganoven zwecks Tarnung ans andere Ufer - und sorgen für Wirbel in der US-Provinz.