Grießnockerlaffäre

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    Der restalkoholisierte Franz Eberhofer wird am Morgen nach einer rauschenden Polizisten-Hochzeit von einem schwer bewaffneten SEK-Kommando geweckt, das sich leider nicht vom Besen der Oma (Enzi Fuchs) vertreiben lässt.

    Der Kollege Barschl (Francis Fulton-Smith) ist mit einem Messer im Rücken tot aufgefunden worden. Und blöderweise ist die Tatwaffe, ausgerechnet Franz‘ Taschenmesser, zweifelsfrei zu identifizieren, da sein Name eingraviert ist. Dass der Dahingeschiedene Franz‘ ungeliebter Vorgesetzter und erklärter Erzfeind ist, macht die Sache auch nicht besser. Gut, dass sein Alt-Hippie-Vater (Eisi Gulp) ihm ein schönes Alibi zusammenlügt. Aber ermitteln muss der Franz eben doch selber. Zum Glück ist Kumpel Rudi Birkenberger (Simon Schwarz) zur Stelle, um mit ihm gemeinsam den delikaten Fall aufzuklären. Privat ist der Franz auch gefordert.

    Denn der Papa kocht vor Eifersucht, seit die Jugendliebe der Oma, der kauzige Paul (Branko Samarovski), aufgetaucht ist und sich daheim breit macht. Und nicht nur das: Weil Paul nichts anderes verträgt, kocht die Oma nur noch Grießnockerlsuppe. Heikel wird es für Franz auch, als er bei Freundin Susi (Lisa Maria Potthoff) haarscharf an einem Heiratsantrag vorbei schrammt.




    Filmstab

    Regie Ed Herzog
    Drehbuch Stefan Betz
    Vorlage Rita Falk
    Kamera Stephan Schuh
    Schnitt Stefan Essl
    Musik Martin Probst
    Produktion Kerstin Schmidbauer

    Darsteller

    Franz Eberhofer Sebastian Bezzel
    Rudi Birkenberger Simon Schwarz
    Susi Lisa Maria Potthoff
    Oma Eberhofer Enzi Fuchs
    Vater Eberhofer Eisi Gulp
    Paul Branko Samarovski
    Thin Lizzy Nora von Waldstätten
    Ivana Barschl Lilith Stangenberg
    Dienststellenleiter Moratschek Sigi Zimmerschied

    Kritiken

    www.spielfilm.de Bianka Piringer: Sein viertes Leinwandabenteuer beschert dem Dorfpolizisten Franz Eberhofer wieder mehr Frust als Lust, denn er wird des Mordes verdächtigt und die Oma kocht nur Grießknödelsuppe. Die Fans der Komödienreihe, die auf den Regionalkrimis der Schriftstellerin Rita Falk basiert, erwartet ein insgesamt lohnendes, amüsantes Wiedersehen mit treffend gezeichneten Provinzcharakteren. Leider dirigiert Regisseur Ed Herzog manche Szenen in Richtung Blödelspaß, der eher nach Verlegenheitslösung aussieht. Zum Glück aber gibt es auch diesmal noch viel gelungenen Dialogwitz.

    www.wessels-filmkritik.com Antje Wessels: Die Eberhofer-Krimis werden weiterhin ein süddeutsches Phänomen bleiben. Doch mit „Griessnockerlaffäre“ bietet Ed Herzog erstmals auch seichte Unterhaltung für Leute, denen dieser Kult bislang fremd geblieben ist. Sein vierter Spielfilm der Reihe ist der bislang beste und macht dank vieler gelungener Momente tatsächlich richtig Spaß.

    www.mittelbayerische.de Frank Rauscher: Wer die Bücher und die Filme liebt, kriegt, was er erwartet. "Grießnockerlaffäre" schwelgt in feucht-fröhlichen Männerrunden beim Dorfwirt Wolfinger (Max Schmidt), im brillanten Wortwitz, der eben nur hauchzart neben der Realität liegt und in der kunstfertigen Versinnbildlichung des Lebens in der niederbayerischen Provinz


    Wertungen

    4.5 Sterne
    2 Bewertungen
    Jahr/Land 2017 / Deutschland
    Genre Krimi-Komödie
    Film-Verleih Constantin Film
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 99 Minuten
    Kinostart 03. August 2017