Grey Owl

    Aus Film-Lexikon.de

    In den 30er Jahren entdeckt ein Ojibwa Indianer namens Archie Grey Owl, daß die unberührte Wildnis der kanadischen Wälder durch skrupellose Fallensteller gefährdet ist. Obwohl selbst ein Trapper, setzt er nie Gewehre und Dynamit ein, die unweigerlich zur Zerstörung des labilen Ökosystems und damit seiner eigenen Lebensgrundlage führten. Aber erst als er sich in die junge Mohawk Indianerin Pony verliebt, wechselt Archie ganz die Fronten. Die naturverbundene Pony bestärkt ihn darin, in Vorträgen und Büchern die Umweltzerstörung anzuprangern und sich gegen die Vernichtung der ökologisch wichtigen Biber einzusetzen. Der "Edle Wilde" fasziniert das Publikum auf Vortragsreisen durch Nordamerika und England und verschafft seinen Stammesbrüdern und ihren naturverbundenen Traditionen ungeahnte Aufmerksamkeit. Doch der Reporter Cyrus Finney ist einem Geheimnis auf der Spur, das Archies Leben überschattet und die Integrität seiner Botschaft in Frage stellt: Das angebliche Halbblut Grey Owl ist kein Kind der kanadischen Wildnis, sondern als Archibald Belaney in einer englischen Küstenstadt aufgewachsen.



    Filmstab

    Regie Richard Attenborough
    Drehbuch William Nicholson
    Kamera Roger Pratt
    Schnitt Lesley Walker
    Musik George Fenton
    Produktion Jake Aberts, Richard Attenborough, Claude Léger für Largo Entertainment

    Darsteller

    Archie Grey Owl Pierce Brosnan
    Cyrus Finney Stewart Bick
    Harry Champlin Vlasta Vrana
    Pony Annie Galipeau
    Erster Jäger Neil Kroetsch
    Zweiter Jäger Serge Houde
    Hotelgast Peter Colvey
    Ned White Bear Nathaniel Arcand
    Hotelmanager Jacques Lussier
    Hotelportier Lee-Roy Jacobs

    Kritiken

    Cinema 2000-04: Als Agent 007 ist er uns offen gestanden lieber: Pierce Brosnan tauschte den Bond-Smoking gegen Indianerzöpfe und agitiert als naturbewegter Lederstrumpf im Wilden Westen. Gähn!

    TV Today 2000-08: Schöne Naturaufnahmen, banale Story.

    film-dienst 2000-08: Altmodisch inszenierte Film-Biografie, die der Liebesgeschichte einen allzu breiten Raum einräumt und darüber die Umweltprobleme in den Hintergrund drängt. Da auch die teils überforderten Schauspieler dem Film kaum Spannung vermitteln können, verliert sich der eindrucksvoll fotografierte Film in gepflegter Langeweile.