Good Advice

    Aus Film-Lexikon.de

    10902 Poster.jpg

    Ryan Turner, ein erfolgreicher New Yorker Broker, nutzt für seine Börsengeschäfte Insider-Informationen, die sich als falsch herausstellen. Mit einem Schlag verliert er alles: Stellung, Ansehen, Handelslizenz und Vermögen. Nicht zu reden von seiner Luxuswohnung und seiner Freundin Cindy, die sich für Loser nicht zuständig erklärt. Cindy verlässt ihn zugunsten eines reichen Brasilianers und verschwindet sang- und klanglos von der Bildfläche. Sie lässt nicht nur den depressiven Ryan, sondern auch ihren Job als Kummerkasten-Tante (Ask Cindy!) einer kleinen New Yorker Stadtteil-Zeitung zurück. Ryan Turner hat nur eine Chance: Undercover übernimmt er Cindys Kolumne, um sich ihr Gehalt zu sichern und lässt die Chefredakteurin des Blattes, Page Hensen, über Cindys Abreise im Ungewissen. Gegen alle Widrigkeiten entwickelt sich Ryan, der rücksichtslose Womanizer und kaltschnäuzige Finanzexperte vergangener Tage, zu einer sensiblen und reflektierten Fachkraft an der Traurigkeits- und Sorgenfront der modernen Großstadtmenschen. Der anfängliche Widerwille der Chefredakteurin gegenüber dem rätselhaften Freund der Mitarbeiterin schmilzt dahin, um einer zunehmend lebhaften, nur mühsam in Zaum gehaltenen Zuneigung Platz zu machen. Die einst nur geduldete Rubrik der Zeitung, "Ask Cindy!", wird schnell zu deren größtem Trumpf - und ganz New York, einschließlich Page Hensen, fragt sich: Wer ist eigentlich diese Cindy wirklich? Der Erfolg der Kolumne ruft schließlich Medientycoon Donald Simpson auf den Plan, der Cindy abwerben will. Erst da wagt Ryan, seiner Chefin die Wahrheit zu sagen, und plötzlich kommt auch noch Cindy - die Echte, aber Verschollene - unvorhergesehen wieder aus Brasilien zurück. Ryan Turner setzt seine Broker-Erfahrungen noch einmal für eine gute Sache ein. Er will zum Gegenschlag ausholen, um sich für die falschen Insider-Informationen, die ihn in den Ruin stürzten, zu rächen ...



    Filmstab

    Regie Steve Rash
    Drehbuch Daniel Margosis, Robert Horn
    Kamera Daryn Okada
    Schnitt Danny Saphire
    Musik Teddy Castellucci
    Produktion Mark Burg, Oren Koules

    Darsteller

    Ryan Turner Charlie Sheen
    Page Henson Angie Harmon
    Cindy Styne Denise Richards
    Barry Sherman Jon Lovitz
    Cathy Sherman Rosanna Arquette
    Iris Estelle Harris
    Donald Simpson Barry Newman
    Veronica Simpson Lisa Rinna

    Kritiken

    Cinema 2002-07: Regisseur Steve Rash bewegt sich mit seiner Screwball-Komödie in Billy Wilders übergroßen Fußspuren. Und schafft es, streckenweise ganz originell dessen Erfolgsrezeptur aus Wortwitz, Charme und Spleenigkeit zumindest zu kopieren. Man sieht den Mimen den Spaß an der Sache an. Und mit der Verlobung von Charlie Sheen und Denise Richards hat der Film sogar ein echtes Happy End hervorgebracht.

    Jan Wohlfahrt (TV-Movie) 2002-15: Diese Komödie bleibt eine Lachnummer, die nur selten komisch ist. Wenig Witz, gedrosseltes Tempo - viel zu bieder inszeniert Regisseur Steve Rash ("Eddie", 1996) seine Story. So bleiben die guten Darsteller der einzige Lichtblick. Allen voran Charlie Sheen und Altstar Barry Newman ("Petrocelli"). Zu wenig!

    Volker Bleeck (TV-Spielfilm) 2002-15: Harmlose Liebesverwechslungskomödie, ziemlich vorhersehbar.