Gleißendes Glück

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    Wo ist nur das Glück geblieben? In jeder ihrer schlaflosen Vorstadtnächte stellt sich Helene Brindel (Martina Gedeck) die gleiche Frage. Gefangen in der scheiternden Ehe mit ihrem Mann Christoph (Johannes Krisch), scheint selbst ihr geheimer Komplize Gott sie verlassen zu haben. Bis sie im Radio den Ratgeberautoren Eduard E. Gluck (Ulrich Tukur) hört, der Helene mit seiner kurzweiligen Theorie über das Glück fasziniert.

    Am nächsten Tag liest sie sein Buch, schreibt ihm einen Brief und besucht ihn schließlich bei einem seiner Vorträge. Dem ersten Treffen folgt ein Abendessen und schnell fühlen sich die zwei sehr unterschiedlichen Menschen zueinander hingezogen. Doch hinter seiner humorigen Fassade kämpft Gluck mit seinen eigenen Dämonen – und die Begegnung mit Helene macht ihm das auf drastische Weise bewusst. Trotzdem keimt Hoffnung auf, denn ganz entfernt erblicken beide unverhofft den Schimmer eines gleißenden Glücks.





    Filmstab

    Regie Sven Taddicken
    Drehbuch Sven Taddicken, Stefanie Veith, Hendrik Hölzemann
    Vorlage A.L. Kennedy
    Kamera Daniela Knapp
    Schnitt Andreas Wodraschke
    Musik Riad Abdel-Nabi, Wouter Verhulst
    Produktion Alexander Bickenbach, Manuel Bickenbach

    Darsteller

    Helene Brindel Martina Gedeck
    Eduard E. Gluck Ulrich Tukur
    Christoph Brindel Johannes Krisch
    Reitinger Hans-Michael Rehberg

    Kritiken

    www.spielfilm.de Bianka Piringer: Sven Taddicken verfilmt den aufwühlenden, verstörenden Roman von A. L. Kennedy stilvoll zu einem beinahe altmodischen Drama. Als dessen Motor fungiert eine zarte, langsam kreisende Liebesgeschichte, in der Martina Gedeck einmal mehr eine schauspielerische Klasse entwickelt, die schon für sich allein dem Versprechen des Filmtitels weit entgegenkommt.

    www.kino-zeit.de Harald Mühlbeyer: Sven Taddicken verfilmt den Roman Gleißendes Glück von A. L. Kennedy, die Geschichte einer Provinz-Frau, die in einer gewalttätigen Ehe gefangen ist und sich einem hochintelligenten Neuropsychologen annähert, der sich aber auch als Wichser herausstellt. Ach, eigentlich eine einfache Geschichte – aber so kraftvoll, so zart, so intensiv, so wahrhaftig erzählt!

    www.wolframhannemann.de: Martina Gedeck und Ulrich Tukur füllen ihre Rollen gut aus, wobei sich Frau Gedeck ganz offensichtlich mit Nacktheit etwas schwer tut. Aber das passt durchaus zu dem von ihr gespielten Charakter. Ein Film ganz sicher nicht für Jedermann.