Girls Club - Vorsicht bissig!

    Aus Film-Lexikon.de

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    Der erste Tag an einer neuen Schule ist immer etwas ganz Besonderes. Für die junge Cady Heron bedeutet dies gleichzeitig den Beginn eines neuen Lebens, denn bislang lebte sie mit ihren Eltern, die als Zoologen arbeiteten, im afrikanischen Dschungel. Hier wurde sie zu Hause unterrichtet. Doch Cady geht ohne Vorurteile an ihre neue Situation heran.

    Die 15-Jährige ist voller Zuversicht und Freude, ist sie doch überzeugt, allen größeren und kleineren Gefahren des High School-Daseins gewachsen zu sein - schließlich kennt sie sich mit Überlebensstrategien bestens aus. Doch sie wird sehr schnell eines Besseren belehrt. Das unbedarfte Mädchen eckt zunächst überall an und muss feststellen, dass an ihrer neuen Schule eine noch strengere Hackordnung herrscht als im Busch.

    Sie schließt zwar schnell Freundschaft mit den beiden Außenseitern Janis Ian und Damian, doch damit gehört man noch lange nicht zu den "Angesagten" der Schule. Doch das soll sich ganz schnell ändern. Janis und Damian überzeugen Cady, sich in die Clique der so genannten "Plastics" einzuschleusen, um alles über deren fiese Machenschaften herauszubekommen.

    Die "Plastics" sind die drei heißesten, trendigsten, aber auch arrogantesten Mädchen der Schule - wer zu ihnen gehört, hat es geschafft. Angeführt wird diese Clique von Super-Diva Regina, die zum Erstaunen aller Cady relativ schnell unter ihre Fittiche nimmt. Von nun an ist das einstige Mauerblümchen voll angesagt und scheint langsam Gefallen an der glamourösen sowie oberflächlichen Girlie-Welt gefunden zu haben.

    Doch dieses Leben hat ein schnelles Ende, als sich Cady mit Reginas Ex-Freund Aaron einlässt. Regina erweist sich als wahre Meisterin der Intrige und mobbt Cady nach allen Regeln der Kunst. Üble Nachrede, Verbannung vom gemeinsamen Mittagstisch sowie das Abhören von Telefongesprächen sind dabei noch die harmlosesten Mittel der psychologischen Kriegsführung.

    Es gibt nur eines - Cady muss sich mit denselben miesen Tricks verteidigen. Und so beginnt der große Zicken-Krieg.



    Filmstab

    Regie Mark Waters
    Drehbuch Tina Fey
    Vorlage Rosalind Wiseman "Queenbees & Wannabees"
    Kamera Daryn Okada
    Schnitt Wendy Greene Bricmont
    Musik Rolfe Kent
    Produktion Lorne Michaels

    Darsteller

    Cady Heron Lindsay Lohan
    Regina Rachel McAdams
    Ms. Norbury Tina Fey
    Mr. Duvall Tim Meadows
    Mrs. George Amy Poehler
    Betsy Heron Ana Gasteyer
    Gretchen Weiners Lacey Chabert
    Janis Ian Lizzy Caplan
    Damian Daniel Franzese
    Neil Heron Neil Flynn

    Kritiken

    Reinhard Kleber (Rhein-Zeitung 27. August 2004): Unter Waters Regie liefert die Riege der jungen Darsteller solide Leistungen ab, allen voran Rachel McAdams als vermeintlich selbstsicherer Barbie-Klon. Für die Erwachsenen-Generation bleiben nur Randauftritte wie die Lehrerfiguren. (...) Mit einem hohen Erzähltempo und reichlich flotter Musik dürfte "Girls Club" keine Mühe haben, mehr als nur die angepeilte junge weibliche Zielgruppe zu erreichen.

    Doris Kuhn (Treffpunkt Kino 08/2004): Durch diesen Dschungel von Intrigen, Klatsch und Regeln muss sich Newcomerin und MTV-Awards-Moderatorin Lindsay Lohan kämpfen. Zwar lässt sie dabei kein Fettnäpfchen aus, bringt aber auch etwas Zivilisation in die Schulwildnis.

    film-dienst 17/04: Flott inszenierte Teenagerkomödie, die in einfacher, aber nicht unintelligenter Form alle Beteiligten als Opfer eines reibungslos funktionierenden Systems beschreibt, die das Schicksal einer medial induzierten Selbstverleugnung teilen.


    Wertungen

    4 Sterne
    1 Bewertungen
    Original Mean Girls
    Jahr/Land 2004 / USA
    Genre Komödie
    Film-Verleih Universal Pictures International Germany GmbH
    FSK ab 6 Jahre
    Laufzeit 97 Minuten
    Kinostart 26. August 2004