Genug

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    Das Arbeiterklasse-Leben der Kellnerin Slim ändert sich schlagartig, als sie den wohlhabenden Bauunternehmer Mitch heiratet. Das junge Paar bezieht ein idyllisches Haus im Grünen und das Glück scheint perfekt: Slim hat einen liebenden Ehemann, ein schönes Heim und bald auch eine wunderbare Tochter. Doch nach und nach entdeckt Slim die dunklen Seiten von Mitch. Der war schon immer der Typ Mann, der sich nimmt was er will - mit allen Mitteln. Das bekommt zunehmend auch Slim zu spüren: Mit der ehelichen Treue nimmt er es nicht so genau. Gleichzeitig ist er über die Maßen besitzergreifend und dominant. Als Mitch anfängt, sie mehr und mehr zu kontrollieren und schließlich auch noch gewalttätig wird, sieht Slim, von Polizei und Behörden im Stich gelassen, nur einen Ausweg: Um sich und ihr Kind zu schützen, flieht sie an einen geheimen Ort und versucht sich ein neues Leben aufzubauen. Doch so leicht lässt Mitch sich nicht abschütteln. Egal, was Slim versucht, ihre Spuren zu verwischen, Mitch und seine Handlanger bleiben ihr auf den Fersen und hören nicht auf, sie zu bedrohen. Zu allem entschlossen und den permanenten Psychoterror leid, absolviert Slim, auf sich allein gestellt, ein mentales und körperliches Fitnessprogramm und setzt alles daran, Mitch endlich klar zu machen, dass sie genug hat.



    Filmstab

    Regie Michael Apted
    Drehbuch Nicholas Kazan
    Kamera Rogier Stoffers
    Schnitt Rick Shaine
    Musik David Arnold
    Produktion Rob Cowan, Irwin Winkler

    Darsteller

    Slim Jennifer Lopez
    Mitch Bill Campbell
    Gracie Tessa Allen
    Ginny Juliette Lewis
    Joe Dan Futterman
    Robbie Hero Noah Wyle
    Jupiter Fred Ward
    Jim Toller Bill Cobbs
    Phil Chris Maher
    Teddy Ruben Madera

    Kritiken

    Rhein-Zeitung 2002-09-20: Auch das abstoßend brutale Finale, das durchaus als Plädoyer für notfalls auch todbringende Selbstjustiz gewertet werden kann, macht "Genug" nicht interessanter, sondern gibt einem ohnehin überflüssigen Machwerk den Rest. Es ist unbegreiflich, wie Apted, der einst "Gorillas im Nebel" gedreht hat, sich in solchen Niederungen verirren konnte. Und für Jennifer Lopez reiht sich diese Pleite leider in in die falsche Rollenwahl ihrer letzten Filme "The Cell" und "The Wedding Planer". Wenn die Latino-Ikone nicht ihre Sinnlichkeit und träge Laszivität ausspielen kann, sondern nun in "Genug" gar noch die gequälte brave Ehefrau und Mutter mimen soll, ist sie gleichzeitig unter- wie überfordert.

    film-dienst 2002-19: Eine junge Frau will ihren ungeliebten tyrannischen Mann aus der Welt schaffen und inszeniert eine "Notwehrsituation", um rechtlich nicht belangt werden zu können. Emanzipationsdrama, dessen Songs den Entwicklungsprozess der Protagonistin spiegeln; zu konstruiert und durchkalkuliert, um zu überzeugen.

    Der Spiegel 2002-38: Genug ist genug, sagt dieser Film und hobelt an seiner wüst zusammengezimmerten Beziehungskiste so lange herum, bis nur noch Späne übrig sind. Der Gatte erweist sich als gewalttätiger Psychopath, die Justiz versagt, und die Lopez lernt Kampfsport: Reden ist Silber, Schlagen ist Gold. Ohne einen Hauch von Ironie beschreibt der von Michael Apted inszenierte Film eine blutige Eskalation des Geschlechterkriegs und rät allen gepeinigten Hausfrauen dieser Welt, den Todfeind in ihrem Bett schleunigst ins Jenseits zu befördern: Breitensport Gattenmord!


    Wertungen

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    0 Bewertungen
    Original Enough
    Jahr/Land 2001 / USA
    Genre Drama
    Film-Verleih Sony Pictures Releasing GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 115 Minuten
    Kinostart 19. September 2002