Geheime Staatsaffären

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    Richterin Jeanne Charmant ist mit einem schwierigen Fall beauftragt worden. Es geht um die Unterschlagung öffentlicher Gelder, Korruption und Veruntreuung. Gedeckt wird sie von allerhöchsten Positionen der Regierung und Verwaltung. Als sich ihr Verdacht konkretisiert, und sie mit ihren Verhören in immer tiefere Abgründe vorstößt, fühlt sie zunehmende Kräfte in sich wachsen.

    Je mehr sie aufdeckt, desto umfangreicher werden die ihr zur Verfügung stehenden Mittel, Druck auf die Verdächtigen auszuüben. Unausweichlich aber wird sie mit zwei entscheidenden Fragen konfrontiert: Wie weit kann sie ihre Machtbefugnisse ausbauen, bevor sie womöglich mit einer größeren Macht kollidieren? Und kann ein Mensch dem wachsenden Rausch der Macht widerstehen? Oder droht er daran zu zerbrechen?



    Filmstab

    Regie Claude Chabrol
    Drehbuch Claude Chabrol , Odile Barski
    Kamera Eduardo Serra
    Schnitt Monique Fardoulis
    Musik Matthieu Chabrol
    Produktion Patrick Godeau, Alfred Hürmer

    Darsteller

    Jeanne Isabelle Huppert
    Humeau François Berléand
    Sibaud Patrick Bruel
    Philippe Robin Renucci
    Erika Maryline Canto
    Félix Thomas Chabrol
    Boldi Jean-François Balmer
    Präsident Martino Pierre Vernier
    Descarts Jacques Boudet
    Holéo Philippe Duclos

    Kritiken

    film-dienst 15/2006: Der 67. Film von Claude Chabrol gefällt sich als Studie der menschlichen Niedertracht. Ein wortlastiges Justizdrama ohne sonderliche Überraschungen, das von einer überzeugenden Hauptdarstellerin getragen wird, deren komödiantisches Potenzial zu selten durchschimmert.

    Oliver Zimmermann (Rhein-Zeitung 20. Juli 2006): Bei der Umsetzung der universellen Geschichte beweist sich Claude Chabrol erneut als scharfsinniger Beobachter. Sein undurchschaubarer Plot ist mit vielen spitzen Bemerkungen und hintergründigem Humor durchzogen.