Geena Davis

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanische Filmschauspielerin; * 21. Januar 1957 in Wareham, Massachusetts

    eigentlich: Virginia Elisabeth Davis;

    Schon in frühen Jahren entdeckte Geena Davis ihr Interesse an Musik. Sie lernte Klavier-, Flöte- und Schlagzeugspielen, und als Teenager spielte sie die Orgel in der Kirche in ihrem Heimatort Wareham.

    Am New England College und an der Boston University studierte Davis Schauspielerei und schloss 1979 mit einem Abschluss als Bachelor ab. Durch ein Auslandssemester in Schweden spricht sie fließend schwedisch. '

    Nach dem Studium widmete sie sich dem Modeln und wurde von der New Yorker Agentur Zoli unter Vertrag genommen. In ihrer Modelzeit entdeckte sie Sidney Pollack , der sie sofort für "Tootsie" (1982) engagierte. Dieser Film, in dem sie an der Seite von Dustin Hoffman zu sehen war, erntete internationale Erfolge, und bald bekam Davis mehrere Rollenangebote. Vorerst spielte sie in den kurzlebigen TV-Serien "Buffalo Bill" (1983-84) und "Sara" (1985).

    Für die Rolle der Muriel in "Die Reisen des Mr. Leary" ("Accidental Tourist", 1988) wurde sie schließlich als beste Nebendarstellerin mit einem Oscar ausgezeichnet. Für ihre Darstellung der Thelma Dickinson in Ridley Scotts "Thelma und Louise" ("Thelma and Louise", 1991) erhielt sie eine Oscar-Nominierung und wurde mit dem Golden Globe ausgezeichnet. 1992 spielte sie in "Ein ganz normaler Held" ("Hero") erneut an der Seite von Dustin Hoffman. Es folgten mehrere weniger erfolgreiche Filme wie etwa "Sprachlos" ("Speechless", 1994) oder "Die Piratenbraut" ("Cutthroat Island", 1995), bevor sie in der Rolle der Samantha Caine in "Tödliche Weihnachten" ("The Long Kiss Goodnight", 1996) erneut große Erfolge feiern konnte. Im Kinderfilm "Stuart Little" (1999) spielte sie die Rolle der Mrs. Little.

    Für kurze Zeit, von 2000 bis 2001, hatte Geena Davis ihre eigene Sitcom "The Geena Davis Show", die jedoch bald abgesetzt wurde. Anfang 2004 hatte sie einen Gastauftritt in der Sitcom "Will and Grace", in der sie Graces Schwester spielte. Ein Jahr später spielte sie eine Hauptrolle in der TV-Serie "Commander in Chief" und bekam dafür 2006 den Golden Globe als Beste Schauspielerin in einer Dramaserie.

    Im September 2001 heiratete die Schauspielerin den iranisch-amerikanischen Dr. Reza Jarrahy. Sie haben drei Kinder, Alizeh Keshvar und die Zwillinge Kian William und Kaiis Steven. Es ist Davis' vierte Ehe: Zuvor war sie mit Richard Emmelo, Schauspieler Jeff Goldblum und Regisseur Renny Harlin verheiratet.

    Geena Davis ist sportlich sehr aktiv und schaffte es im Jahr 1999 sogar ins Halbfinale für das US-amerikanische Olympia-Team im Bogenschießen. Sie leitet die Kampagne "Geena Takes Aim" im Rahmen der "Women's Sports Foundation", die sich für mehr Gleichberechtigung im Sport einsetzt. Zudem gründete die Schauspielerin (die einen IQ von 140 hat) im Jahr 2007 das "Geena Davis Institute on Gender in Media", das die Verbreitung von männlichen bzw. weiblichen Stereotypen in den Medien einzudämmen versucht.


    Filmografie - Darsteller


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 1988 Beste Nebendarstellerin Die Reisen des Mr. Leary
    nom 1991 Beste Hauptdarstellerin Thelma & Louise