Gabrielle - Liebe meines Lebens

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    Paris um 1912. Ein elegantes Haus, in das die Gäste gerne kommen. Lange Abende voller Gespräche, Gelächter und Beobachtungen, einer sagt etwas, ein anderer antwortet. Das ist der Vorteil eines Kreises aufeinander eingespielter Menschen: jeder kennt jeden. Ausbrüche von Ehrlichkeit, extreme Geheimnistuereien, Augenblicke des Zweifels und begründeter oder unbegründeter Freude ... All das ist da, zum Entzücken der Gäste und der Gastgeber, deren Leben eine einzige Erfolgsgeschichte ist, um die andere sie beneiden.

    Die Gastgeber: Das sind Jean und Gabrielle Hervey. Verheiratet seit zehn Jahren, bestens situierte und etablierte Mitglieder der Pariser Gesellschaft, deren Leben nach festen gesellschaftlichen Ritualen verläuft, die sie lieben, die sie aber auch wie in einem goldenen Käfig gefangen halten. Plötzlich zeigt die leise tickende Uhr die falsche Zeit. Die Frau verlässt eines Tages das Haus.

    Sie geht zu ihrem Liebhaber, hinterlässt ihrem Mann einen Abschiedsbrief. Aber dann kehrt sie doch zurück, spät. Zu spät? Als die Glocke endlich läutet, hat sich die Welt drastisch verändert. An diesem Tag, in diesem Haus, sehen sich ein Mann und eine Frau zum ersten Mal so, wie sie wirklich sind. Einer wollte das, der andere nicht. Der Mann will reden, sie nicht. Es ist schwer, im gleichen Haus zu leben, wenn man nicht dieselben Wünsche teilt.



    Filmstab

    Regie Patrice Chéreau
    Drehbuch Patrice Chéreau, Anne-Louise Trividic
    Vorlage Nach der Erzählung "Die Rückkehr" von Joseph Conrad
    Kamera Eric Gautier
    Schnitt François Gedigier
    Musik Fabio Vacchi
    Produktion Serge Catoire, Ferdinanda Frangipane, Joseph Strub

    Darsteller

    Gabrielle Isabelle Huppert
    Jean Hervey Pascal Greggory
    Yvonne Claudia Coli
    Chefredakteur Thierry Hancisse
    Madeleine Chantal Neuwirth
    Gast Thierry Fortineau
    Gast Louise Vincent
    Gast Clément Hervieu-Léger
    Gast Nicolas Moreau
    Gast Xavier Lafitte

    Kritiken

    film-dienst 1/2005: Hervorragend gespieltes, artifizielles Ehedrama in eigenwilliger, betont theatralischer Inszenierung, das den Selbstbetrug einer sozialen Schicht entlarvt und den Masochismus einer Gesellschaft aufzeigt, die sich die eigenen Gefühle nicht eingesteht.


    Wertungen

    4.3 Sterne
    8 Bewertungen
    Original Gabrielle
    Jahr/Land 2005 / Frankreich, Italien
    Genre Drama
    Film-Verleih Concorde Filmverleih GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 90 Minuten
    Kinostart 12. Januar 2006