Frost/Nixon

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    Drei Jahre nach seinem Rücktritt als Präsident der Vereinigten Staaten erklärt sich Richard Nixon zu einem Interview bereit. Der 37. Präsident musste 1974 aufgrund der Watergate-Affäre zurücktreten. Der überaus redegewandte Nixon will über seine Amtzeit sprechen. Seine überraschende Wahl fällt auf den bis dahin wenig bekannten Moderator und Entertainer David Frost - in der Hoffnung, leichtes Spiel mit ihm zu haben, um sich so ohne große Gegenwehr einen Platz in den Herzen und Köpfen der Amerikaner zurückzuerobern. Frost versucht zugleich sein Interview an US-amerikanische Sender zu verkaufen. Es glaubt bei den Sendern jedoch niemand daran, dass er dem unbeliebten Ex-Präsidenten ein spektakuläres Statement entlocken kann.



    Filmstab

    Regie Ron Howard
    Drehbuch Peter Morgan
    Vorlage Geschichte des legendären Interviews zwischen Richard Nixon und Talkmaster Frost
    Kamera Salvatore Tontino
    Schnitt Dan Hanley
    Musik Hans Zimmer
    Produktion Brian Grazer, Tim Bevan, Eric Fellner

    Darsteller

    Caroline Cushing Rebecca Hall
    David Frost Michael Sheen
    David Frost Frank Langella
    James Reston, Jr. Sam Rockwell
    Jack Brennan Kevin Bacon
    John Birt Matthew Macfadyen
    Bob Zelnick Oliver Platt
    Swifty Lazar Toby Jones

    Kritiken

    Filmstars.de: Regisseur Ron Howard hat sich eine Sternstunde des Fernsehens herausgepickt, die den perfekten Stoff fürs Kino liefert. Optik, Dialoge, Dramaturgie, Schauspiel: Hier stimmt einfach alles. Howard wendet sich mit seinem Thriller-ähnlichen Polit-Drama eindeutig an die breite Masse und nicht nur an Politinteressierte. Deshalb macht er den einen oder anderen Punkt vielleicht auch etwas zu deutlich, was ihm angesichts der herausragenden Qualitäten seines Films aber gerne zu verzeihen ist.

    critic.de: Frost/Nixon ist ... weder Geschichtsstunde noch gar politischer Film, sondern in erster Linie solide inszeniertes Schauspielkino ohne besondere Ecken und Kanten.

    filmering.at: Mit Frost/Nixon liefert Ron Howard einen Film ab, der etwas an A Beautiful Mind und Apollo 13 erinnert. Erneut widmet sich der Regisseur einem historischen Kontext, und bereitet ihn durchaus stimmig, aber auch etwas glatt auf, sodass ein interessiertes Mainstreampublikum mit Sicherheit seine Freude daran hat.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 2008 Bester Film Brian Grazer, Ron Howard, Eric Fellner
    nom 2008 Bester Hauptdarsteller Frank Langella
    nom 2008 Beste Regie Ron Howard
    nom 2008 Bestes adaptiertes Drehbuch Peter Morgan (Screenplay)
    nom 2008 Bester Schnitt Mike Hill, Dan Hanley


    Wertungen

    4 Sterne
    1 Bewertungen
    Jahr/Land 2008 / USA, Großbritannien, Frankreich
    Genre Drama
    Laufzeit 122 Minuten
    Kinostart 02. Februar 2009