Fritz Lang

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    österreichischer Regisseur und Autor; * 05. Dezember 1890 in Wien; † 02. August 1976 in Beverly Hills, Los Angeles

    Nach einem Studium der Architektur und Malerei in Wien lernte Lang Joe May kennen, für den er seine ersten Drehbücher schrieb. 1918 ging er als Drehbuchlektor zur Berliner DECLA-Gesellschaft.

    Langs erster Film als Regisseur und Autor war "Halbblut" (1919), in dem ein Mann an seiner Liebe zu einer Frau zerbricht. Lang war Co-Autor von "Das wandernde Bild" (1920), an dem seine spätere Frau und Drehbuchautorin Thea von Harbou mitwirkte.

    Langs erster großer Erfolg bei der Kritik war der expressionistische Film "Der müde Tod" (1921), in dem ein Mädchen mit dem Tod um ihren Geliebten handelt. Langs soziales und politisches Interesse wurde offensichtlich in "Dr. Mabuse, der Spieler" (1922), der deutliche Anspielungen auf die sozialen und ökonomischen Grundlagen des Nachkriegs-Deutschland enthielt. 1927 drehte er "Metropolis", eine futuristischen Projektion zeitgenössischer sozialer und politischer Systeme. In "M" (1931) nützte er die Effekte des neu entwickelten Tonfilms auf meisterhafte Weise, um Spannung und Atmosphäre herauszuarbeiten.

    Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ging Lang nach Hollywood, wo David O. Selznick ihn für Metro-GoldwynMayer engagierte. Sein erster in den USA vollendeter Film war Fury (1936). 1956 kehrte Lang nach Deutschland zurück und drehte seine letzte Dr. Mabuse-Erzählung, "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" (1960), in dem der Meisterverbrecher in einer modernen Welt mit technologisch hoch entwickelten Waffen gezeigt wurde.


    Filmografie - Darsteller


    Filmografie - Regisseur