Frida

    Aus Film-Lexikon.de

    Mexiko, Anfang des 20. Jahrhunderts: Die junge, lebenslustige Frida Kahlo genießt ihr Teenagerdasein in vollen Zügen - bis ein tragischer Unfall das ungestüme Mädchen ans Bett fesselt. Getrieben von ihrem unerschütterlichen Lebensmut fängt Frida an zu malen - in ihren gefühlsgewaltigen Bildern gibt sie ihren Träumen, Sehnsüchten und den nicht enden wollenden Schmerzen Ausdruck. Wieder genesen, wird der berühmte Maler Diego Rivera auf die bildschöne Mexikanerin aufmerksam - die beiden verlieben sich ineinander, heiraten und leben eine der aufregendsten, verrücktesten Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts. Das Gefühlschaos ihrer Ehe, die zahlreichen Liebschaften mit Männern und Frauen, das atemlose Leben im Kreis anderer Künstler, ihr leidenschaftlicher Kampf für den Kommunismus, die unbändige Lebenslust und nicht zuletzt die schillernden Farben Mexikos - all das schlägt sich in Frida Kahlos einmaligem kreativem Schaffen nieder und macht sie zu einer der ausdrucksstärksten Künstlerinnen aller Zeiten.



    Filmstab

    Regie Julie Taymor
    Vorlage Biografie Frida Kahlo - Ein leidenschaftliches Leben von Hayden Herrara
    Kamera Rodrigo Prieto
    Musik Elliot Goldenthal
    Produktion Sarah Green, Jay Polstein, Nancy Hardin, Lizz Speed

    Darsteller

    Guillermo Kahlo Roger Rees
    Cristina Kahlo Mía Maestro
    Frida Kahlo Salma Hayek
    Diego Rivera Alfred Molina
    Leo Trotzki Geoffrey Rush
    Nelson Rockefeller Edward Norton
    David Siqueiros Antonio Banderas
    Tina Modotti Ashley Judd
    Lupe Marin Valeria Golino
    Matilda Kahlo Patricia Reyes Spindola
    Alejandro Diego Luna

    Kritiken

    Dirk Jasper: Frida Kahlo war Künstlerin, Kämpferin, Liebhaberin, Mexikanerin und Ehefrau des großen Diego Rivera. Sie war umstritten, sie wurde umkämpft, verehrt, geliebt und gehasst. Frida ist mehr als eine Künstlerbiografie: Frida ist kraftvolles, überwältigendes und leidenschaftliches Kino - eine Ode an die Kunst, die Liebe und das Leben selbst. Und Broadway-Regisseurin Julie Taymor ("The Lion King") legt eine Atem beraubende Inszenierung hin. Mit Frida erfüllte sich Salma Hayek einen Lebenstraum. In der Hauptrolle des von ihr produzierten und gegen viele Widerstände realisierten Liebes- und Lebensdramas zeigt sie als Schauspielerin ihre bislang stärkste Performance.

    Rhein-Zeitung 7. März 2003: Farbenprächtig, ausdrucksvoll und energetisch. Wie Frida Kahlo selbst präsentiert auch das filmische Porträt, das Broadway-Regisseurin Julie Taymor ("The Lion King") mit trefflich besetzten Schauspielern und detailverliebter Ausstattung in Szene setzte (...) Salma Hayek, selbst Mexikanerin, in der Hauptrolle - eine Bessere hätte es kaum geben können. Mit dem Porträt der Frau, die sich selbst als ein eigenes Kunstwerk etablierte, ist den Machern von Frida ein filmisches Kunstwerk gelungen.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    Oscar.jpg 2002 Beste Filmmusik Elliot Goldenthal
    Oscar.jpg 2002 Bestes Make-up John Jackson, Beatrice De Alba
    nom 2002 Beste Hauptdarstellerin Salma Hayek
    nom 2002 Bester Song Elliot Goldenthal (Music), Julie Taymor (Lyrics) ("Burn It Blue")
    nom 2002 Bestes Szenenbild Felipe Fernandez del Paso (Art Direction), Hannia Robledo (Set Decoration)
    nom 2002 Bestes Kostümdesign Julie Weiss


    Wertungen

    3 Sterne
    2 Bewertungen
    Jahr/Land 2002 / USA
    Genre Drama
    Film-Verleih Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 123 Minuten
    Kinostart 06. März 2003