Frau Rettich, die Czerni und ich

    Aus Film-Lexikon.de

    Drei Damen reisen in den Süden. Frau Rettich ist ganz frisch schwanger und möchte in Barcelona ihren spanischen Geliebten heiraten. Sophie ist unglücklich verliebt und möchte ihren heimlichen Angebeteten vergessen. Die Czerni, die dritte im Bunde, will sich auf Kosten der beiden anderen amüsieren. Und flirten will sie auch. Was die Damen nicht wissen - zwei Herren reisen ihnen nach: Bart, der langweilige Mann der Flirtlustigen, der eine so "preisgünstige" Werkstatt aufgetan hat, daß beim Urlaubs-Check des Grazienmobils die Reifenschrauben nicht festgezogen wurden. Und Bakunin, der Traummann der unglücklichen Sophie, weil er zu Hause rausgeflogen ist und nichts besseres zu tun hat, als in der Sonne zu trampen. Beide Parteien erleben unterwegs alle erdenklichen Abenteuer. Bei den Herren sind dies Lebensmittelvergiftung und Totalschaden, man fällt vom Sattelschlepper und landet sogar ein bißchen im Gefängnis. Die Damen tanken Diesel statt Super, schwärmen von Hochzeit, flirten ein bißchen, verschönern sich in Boutiquen, kaufen Zeugs für die Feier, und die Flirtlustige bekommt schließlich ihren Latin Lover ab. Nach ein paar turbulenten Tagen haben die Männer die Damen endlich eingeholt. Leider läuft der Langweilige sofort dem Lover der Flirtlustigen in die Arme, die unglücklich Verliebte trifft der Schlag, weil sich des Langweilers Mitfahrer als Angebeteter entpuppt. Außerdem hat der Langweilige noch einen Brief aus dem Briefkasten der Schwangeren in der Tasche, in dem steht, daß die Hochzeit leider ins Wasser fällt, weil der Bräutigam eine andere hat. Den Brief vergißt er aber völlig, weil er sich wegen des spanischen Lovers sofort unter Alkohol setzt. In den Tagen vor der "Hochzeit" geht es nun zu wie bei Hempels unterm Sofa: Der Traummann und die Unglückliche kommen einander näher, die Sparsame geht trotzig weiter mit ihrem Lover aus, der Langweiler setzt sich unter alkoholischen Dauerbeschuß und versucht, seine Freundin mit einer debilen Zufallsbekanntschaft eifersüchtig zu machen - nur die "Braut" schwebt über allem. Aber nicht lange. Als man gestiefelt, gespornt und wie verabredet die Hochzeitsvilla aufsucht, wird es dann freilich erst richtig turbulent ...



    Filmstab

    Regie Markus Imboden
    Drehbuch Simone Borowiak, Hans Kantereit
    Vorlage Roman "Frau Rettich, die Czerni und ich" von Simone Borowiak
    Kamera Benedict Neuenfels
    Schnitt Dana Beauvais
    Musik Stefan Zacharias
    Produktion Uschi Reich, Peter Zenk für Bavaria Film / Lunaris Film

    Darsteller

    Sophie Jeanette Hain
    Frau Rettich Iris Berben
    Czerni Martina Gedeck
    Bart Olli Dittrich
    Bakunin Thomas Heinze
    Felipe Pep Munné
    Dickie Dirk Bach
    Helmut Helmut Fülberth
    Juanita Merce Lleixa
    Pipa Gisela Schneeberger
    Dona Ana Montserrat Salvador
    Mercedes Pilar Ferreiro
    Pupsi Sergi Mateu
    Muriel Shellane
    Gitta Susanne Schäfer
    Hessische Monteure Badesalz

    Kritiken

    Dirk Jasper: "Frau Rettich, die Czerni und ich" ist ein freches und hinreißend chaotisches Filmvergnügen geworden, bei dem niemand verschont wird, und das mit einer ganzen Riege außerordentlicher Schauspieler aufwartet.

    TV Movie 10/1998: "Frau Rettich ..." hat keine besondere Botschaft und keine erkennbare Tiefe - und begibt sich dennoch nicht auf das Niveau von grobem Klamauk wie "Ballermann 6". Markus Imbodens flott erzählte Komödie erstaunt vielmehr durch die erfrischende Leichtigkeit, mit der sie ihr einziges Ziel verfolgt: zu unterhalten. Mag der einen oder andere die satirischen Spitzen des Romans vermissen, so bietet auch der Film genügend Gelegenheit, sich prächtig zu amüsieren.

    TV Today 10/1998: Witzige Dialoge, kauzige Figuren und herrliches Gefühls-Chaos. So macht Spanienurlaub im Kino Spaß!