Frühling, Sommer, Herbst, Winter und ... Frühling

    Aus Film-Lexikon.de

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    Niemand ist immun gegen die Mächte der wechselnden Jahreszeiten und des jährlich wiederkehrenden Zyklus von Geburt, Wachstum und Verfall. Auch nicht der alte Mönch und sein Schüler, die sich eine Einsiedelei teilen, welche inmitten eines von Bergen umgebenen Sees liegt. Während um sie herum die Jahreszeiten ihren Lauf nehmen, ist jede Lebensphase der beiden Mönche von einer Intensität durchdrungen, die sie zu einer tieferen Spiritualität führt – und in eine Tragödie. Denn auch ihnen ist es nicht möglich, sich dem Strudel des Lebens zu entziehen, den Begierden, dem Leiden und den Leidenschaften, die von uns allen Besitz ergreifen. Unter dem wachsamen Auge des alten Mönches macht der junge Mönch die schmerzliche Erfahrung des Verlustes seiner Unschuld ... das Erwachen der Liebe, als eine Frau die in sich geschlossene Welt betritt ... die mörderische Macht von Eifersucht und Besessenheit ... der Preis der Wiedergutmachung ... die Erleuchtung in der Erfahrung. Genauso wie die Jahreszeiten bis ans Ende der Welt unaufhaltsam aufeinander folgen, so wird auch die Einsiedelei immer wieder die Heimat des Geistes sein, der zwischen dem Jetzt und der Ewigkeit steht ...



    Filmstab

    Regie Ki-Duk Kim
    Drehbuch Ki-duk Kim
    Kamera Baek Dong-Hyun
    Schnitt Kim Ki-Duk
    Musik Bark Jee-Woong
    Produktion Lee Seung-Jae

    Darsteller

    Alter Mönch Oh Yeong-su
    ehem. Novize im Herbst Kim Ki-duk
    Novize im Sommer Kim Young-min
    Novize im Frühling Seo Jae-kyung
    Das Mädchen Ha Yeo-jin

    Kritiken

    FAZ: Kim, selbst ein Meister der stummen Anschaulichkeit, schafft es scheinbar mühelos, die Bilder im Fluß und die komischen und tragischen Aspekte des Geschehens in der Schwebe zu halten. Sein Film ist ein Stück buddhistischer Ideologie im besten Sinn, die Spiegelung des Weltgeschehens in einer verzauberten Miniatur.

    Tagesspiegel Berlin: Archaische Bilder vom Lehren und Lernen, von Schuld und Sühne, Liebe und Tod. Kim Ki-Duk feiert die Natur, beschönigt die niederen Instinkte nicht, beschwört aber die reinigende Kraft cineastischer Visionen.

    Blickpunkt: Wunderschöne Bilder erzählen eine wunderbar einfache universelle Geschichte, die fasziniert, berührt und bisweilen auch amüsiert.


    Wertungen

    4.6 Sterne
    7 Bewertungen
    Original Bom yeoreum gaeul gyeoul geurigo bom
    Jahr/Land 2003 / Korea, Deutschland
    Genre Drama
    Film-Verleih Pandora
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 103 Minuten
    Kinostart 18. März 2004