Forget Paris

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    Filmstab

    Regie Billy Crystal
    Drehbuch Billy Crystal, Lowell Ganz, Babaloo Mandel
    Kamera Don Burgess
    Schnitt Kent Beyda
    Musik Marc Shaiman
    Produktion Billy Crystal für Face Production / Castle Rock

    Darsteller

    Mickey Gordon Billy Crystal
    Ellen Andrews Debra Winger
    Andy Joe Mantegna
    Liz Cynthia Stevenson
    Craig Richard Masur
    Lucy Julie Kavner
    Arthur William Hickey
    Kellner Robert Costanzo
    Jack John Spencer
    Tommy Tom Wright
    Lois Cathy Moriarty

    Kritiken

    Cinema 9/95: Nicht gerade eine bahnbrechende Erkenntnis, die uns Billy Crystal als Produzent, Regisseur, Ko-Drehbuchautor und Hauptdarsteller in Personalunion mit auf den Weg gibt. Wo der Inhalt etwas mau ist, sorgt die Form für den nötigen Pepp: Die kunstvoll arrangierte Rahmenhandlung - Freunde von Mickey und Ellen erzählen und kommentieren rückblickend deren Beziehung - ist zwar offenkundig von Billy Crystals großem Idol Woody Allen inspiriert. Aber was soll's: Geschickt geklaut ist immer noch besser als schlecht erfunden ...

    Die Woche 01.09.1995: "Forget Paris" betrachtet dazu noch ein Stück gesellschaftlicher Realität. Ganz wie im richtigen Leben kollidieren hier Autonomie und Individualität mit der Kompromißbereitschaft der Partnerschaft. Erstaunlich beiläufig spielt Regisseur Crystal mit dem Rollenbild: Wenn die Karrierefrau Debra Winger den hilflosen Billy Crystal durch Paris führt, ist er hilflos und sie der Boß. Da liebt es sich leicht. Dann übernehmen sie die alten Rollen: Sie gibt ihren Beruf auf und folgt dem Mann nach Amerika, und nichts geht mehr. Später wechseln sie noch einmal die Seiten, doch die Balance bleibt ungestört. Daß die Liebe schließlich alle Schwierigkeiten beiseite räumt, ist ebenso unwahrscheinlich wie schön.

    Kölner Stadt-Anzeiger 02.09.1995: er feuert seine Witze phasenweise ins Publikum wie Prinzen die Kammelle im Karneval. Mitunter verdirbt man sich hier vor lauter Süßigkeiten den Magen. Dafür hat "Forget Paris" trotz seiner aufwendigen Konstruktion eine rührende Wahrhaftigkeit. Und neben Billy Crystal darf Debra Winger endlich einmal zeigen, dass sie eine herrliche Komödiantin ist. Und so wird "Forget Paris" zu einem Vergnügen, bei dem sogar die Schlusswendung nicht im geringsten übertrieben wirkt.